Am 23. Juli 2023 wird der III. Welttag der Großeltern und älteren Menschen gefeiert, der auf den vierten Sonntag im Juli fällt, in unmittelbarer Nähe zum Fest der heiligen Joachim und Anna, den Großeltern Jesu.
Gegen die Wegwerfkultur
Dieser Tag entstand 2021 aus dem Herzen von Papst Franziskus und war gleichsam der Schrei der Kirche gegen die Wegwerfkultur, gegen diese Gesellschaft, die „Stücke verliert“ und die Schwächsten immer häufiger zurücklässt, weil es ihnen an Leistungsfähigkeit fehlt, weil sie nicht produzieren können und es dann scheint, als existierten sie nicht.
Gerade als Antwort auf diese perversen und kranken Denkweisen erinnerte Papst Franziskus 2021 alle daran, wie grundlegend der Beitrag der Großeltern und älteren Menschen ist; in seiner ersten Botschaft zu diesem Welttag nannte er drei Bereiche, in denen ältere Menschen besonders erfahren sind: Träume, Erinnerung und Gebet. Und im Bund zwischen den Generationen sah er die Hoffnung auf eine erneuerte Menschheit: Die älteren Menschen werden erleben, wie ihre Träume von den jungen Menschen verwirklicht werden; dafür muss man jedoch weiterträumen, und es ist notwendig, sich zu erinnern - etwas, das ältere Menschen als eine Mission leben sollen; schließlich braucht es das Gebet, eine äußerst wertvolle Ressource für die Kirche.

Eine Begegnung zwischen verschiedenen Generationen
Das diesjährige Thema ist von der Begegnung zwischen der jungen Maria und ihrer älteren Cousine Elisabet inspiriert und greift einen Vers aus dem Magnificat auf: „Von Generation zu Generation sein Erbarmen“ (Lk 1,50). Der Papst betont in der Botschaft, die er diesem III. Welttag gewidmet hat, dass „der Heilige Geist jede fruchtbare Begegnung zwischen verschiedenen Generationen segnet und begleitet, zwischen Großeltern und Enkelkindern, zwischen Jung und Alt. Denn Gott möchte, dass die jungen Menschen, wie Maria es mit Elisabet getan hat, die Herzen der älteren Menschen erfreuen und Weisheit aus ihren Lebenserfahrungen schöpfen. Vor allem aber möchte der Herr, dass wir die älteren Menschen nicht alleinlassen und sie nicht an den Rand des Lebens drängen, wie es heute leider allzu oft geschieht.“
Er weist außerdem auf die schöne zeitliche Nähe des Welttags der Großeltern in diesem Jahr zum Weltjugendtag hin, der vom 1o bis zum 6. August 2023 in Lissabon stattfinden wird – fast wie eine ideale Staffelübergabe zwischen Generationen, die miteinander ins Gespräch kommen müssen, gerade weil niemand sich allein rettet.

Über das Naheliegende hinausblicken
Die Einladung von Papst Franziskus lautet daher, dass wir uns in der Zeit und im „Handeln Gottes“ – das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft durchquert – alle eingeladen fühlen, an einem Projekt teilzunehmen, das uns dazu drängt, über uns selbst hinauszugehen: die Jüngeren über das Unmittelbare und die Kultur des „Alles und sofort“ hinaus; die Älteren über die Kräfte hinaus, die nach und nach schwächer werden, und über die verpassten Gelegenheiten hinaus, im Bewusstsein, dass „Gott uns in der Begegnung zwischen Jung und Alt die Zukunft schenkt“.
Leben wir also mit immer neu belebter Hoffnung und finden wir in unseren Tagen den Rhythmus der Schritte Gottes wieder, der niemals jemanden zurücklässt.



