Ja zur Liebe zu sagen, ist der Vorsatz für diese Woche, die uns in die Karwoche einführt. Sie beginnt mit dem Palmsonntag, an dem wir dazu aufgerufen sind, Jesus in den letzten Tagen seines irdischen Weges zu begleiten.
«Fühlt euch berufen, euer Leben einzusetzen. Habt keine Angst, es für Gott und die anderen einzusetzen, ihr werdet dabei gewinnen! Denn das Leben ist ein Geschenk, das man empfängt, indem man sich verschenkt. Und weil die größte Freude darin besteht, Ja zur Liebe zu sagen, ohne Wenn und Aber. Ja zur Liebe zu sagen, ohne Wenn und Aber. So wie Jesus es für uns getan hat.» Lassen wir uns wirklich von diesen Worten von Papst Franziskus ansprechen, um diese Woche mit der richtigen inneren Haltung zu leben und uns mit einem neuen Herzen dem Geheimnis des Leidens, des Todes und der Auferstehung Jesu zu nähern, das wir in der kommenden Woche erleben werden.

MITTWOCH, 24. MÄRZ
Beginn der Novene zum heiligen Franz von Paola
Schon die Geburt von Franz von Paola im Jahr 1416 ist ein Wunder, denn seine Eltern hatten nach Jahren des Wartens den heiligen Franz von Assisi um die Gnade eines Kindes gebeten und nannten ihn ihm zu Ehren Franz. Wegen der vielen Wunder, die er zu Lebzeiten gewirkt hat, trägt er in der Kirche den Titel eines Wundertäters. Viele, die im Prozess zu seiner Heiligsprechung ausgesagt haben, gingen ausführlich auf die zahlreichen von ihm gewirkten Wunder ein. Am zahlreichsten sind die Heilungen.
In der Ermahnung zum Gebet, die in der Regel des Dritten Ordens der Minimen verfasst wurde, drückt sich der Heilige so aus: «Mit der eigenen Freude an den himmlischen Dingen werdet ihr Bitten und Danksagungen für alle Wohltaten an Gott richten, die er euch erwiesen hat.» Vertrauen wir uns seiner Fürsprache an und entdecken wir seine Gestalt neu.
Zur Vertiefung:
• Die dreizehn Freitage des heiligen Franz von Paola

DONNERSTAG, 25. MÄRZ
Verkündigung des Herrn
Das Hochfest der Verkündigung des Herrn wurde im 5. Jahrhundert von der Kirche von Konstantinopel eingeführt und im 7. Jahrhundert auf die ganze Kirche ausgedehnt. Es wird neun Monate vor Weihnachten gefeiert, da es an die Verkündigung des Engels Gabriel an Maria in der Stadt Nazareth erinnert. Jesus wird durch das Wirken des Heiligen Geistes empfangen. Gott selbst kommt durch den Engel der Menschheit entgegen. Zeit und Raum halten inne, um das menschgewordene Wort Gottes in einem Geschöpf aufzunehmen. Dieses Ereignis verändert und revolutioniert die Heilsgeschichte: Möglich wurde dies dank des „Ja“ einer jungen Frau. Der heilige Alfons Maria von Liguori schreibt in seiner Betrachtung des heute gefeierten Ereignisses: «Um die Höhe zu begreifen, zu der Maria erhoben wurde, müsste man verstehen, wie erhaben die Höhe und Größe Gottes ist. Es genügt zu sagen, dass Gott sie zu seiner Mutter machte, um zu erkennen, dass Gott sie nicht höher hätte erheben können, als er sie erhob.» Der heilige Alfons fährt fort: «Wie Arnald von Bonneval treffend sagt, hat Gott sie, indem er Sohn der Jungfrau wurde, “über alle Heiligen und Engel gestellt”. Daher ist sie “ohne Vergleich höher als alle himmlischen Geister”, außer Gott, wie der heilige Ephräm schreibt».
Zur Vertiefung:
• Die Herrlichkeiten Marias

SONNTAG, 28. MÄRZ
Palmsonntag
Der Palmsonntag führt uns in die Heilige Woche ein, in der wir dazu berufen sind, gemeinsam mit Christus Tag für Tag die entscheidenden Momente seines Leidens und Sterbens nachzugehen, um mit einem erneuerten Herzen am Ostermorgen anzukommen.
Papst Franziskus erinnert uns daran, dass er uns «bei seinem Einzug in Jerusalem den Weg zeigt. Denn bei diesem Ereignis hatte der Böse, der Fürst dieser Welt, eine Karte auszuspielen: die Karte des Triumphalismus, und der Herr antwortete, indem er seinem Weg treu blieb, dem Weg der Demut. Der Triumphalismus versucht, das Ziel durch Abkürzungen und falsche Kompromisse schneller zu erreichen. Er zielt darauf ab, auf den Wagen des Siegers aufzuspringen. Der Triumphalismus lebt von Gesten und Worten, die jedoch nicht durch den Schmelztiegel des Kreuzes gegangen sind; er nährt sich vom Vergleich mit anderen, die er stets als schlechter, fehlerhaft, gescheitert beurteilt … Eine subtile Form des Triumphalismus ist die geistliche Weltlichkeit, die größte Gefahr, die tückischste Versuchung, die die Kirche bedroht (De Lubac). Jesus hat den Triumphalismus durch seine Passion zerstört.» Betrachten wir diese Worte, um die heutige Feier wirklich intensiv zu erleben.
Zur Vertiefung:
• Mit lebendigem Wasser (März-April 2021)
• Auf dein Wort hin – (Messbuch März-April 2021)
Die heilige Therese von Lisieux sagte: «Die Angst lässt mich zurückweichen; mit der Liebe gehe ich nicht nur voran, sondern fliege.»
Genau so ist es: Nur wenn wir uns der Liebe Gottes öffnen, können wir geistliche Höhen erreichen; nur wenn wir Ja zur Liebe sagen, wird unsere Freude vollkommen sein.
Einen guten Weg!
