Der 19. März ist der Sonntag „Laetare“, der Sonntag der Fröhlichkeit, der Sonntag der Freude!
Wie ist es möglich, dass die Kirche in der Fastenzeit einen Tag der Freude widmet?
Die Kirche ist Mutter und ermutigt und begleitet als jede Mutter den Weg ihrer Kinder; so sagt sie uns mit einem der Freude gewidmeten Sonntag: „Sei voller Freude! Erfülle dich mit Fröhlichkeit, denn wir sind am IV. Fastensonntag angekommen, du hast bereits einen langen Weg zurückgelegt. Mach weiter so und freue dich, denn die Freude von Ostern ist nah!“
Der Christ ist ein Mensch der Freude
Die christliche Freude ist nicht einfach ein psychophysisches Wohlbefinden, nicht die Leichtigkeit, die ein erfolgreich abgeschlossenes Geschäft schenkt, und nicht die Zufriedenheit, die man empfindet, wenn man ein leckeres Gericht isst, einen Gegenstand kauft oder eine Beförderung erhält … Sie ist all das nicht, aber all dies gehört sicherlich dazu. Denn die christliche Freude, die im EVANGELIUM = FROHE BOTSCHAFT/FROHE NACHRICHT verwurzelt ist, ist jener innere Zustand, der fähig ist, ausgehend von einer stabilen und festen Grundlage an allem und jedem tief „Gefallen zu finden“ – einer Grundlage, die nichts mit der Vielzahl angenehmer oder stürmischer Wellen zu tun hat, welche die Oberfläche des Lebens aufwühlen.

Ein beständig ruhiges Meer, weil es vertrauensvoll ist
Die christliche Freude ist das ruhige Meer, das jedem Atemzug, jedem Schritt, jeder Träne, jedem Lächeln, jedem Fall, jedem Erfolg und jedem Misserfolg zugrunde liegt …
Die christliche Freude entspringt der „frohen Nachricht“, dass Jesus Christus Fleisch geworden, für uns gestorben und auferstanden ist und dass der Tod keine Angst mehr macht, weil Er ihn überwunden hat, indem Er ihn durchschritten hat.
Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!
Das ist der „Ruf“ von Ostern, das ist die Quelle der Freude, das ist der Gruß, den jeder Christ seinem Nächsten jeden Tag anstelle von „Guten Morgen“ geben sollte.
Christus ist auferstanden – wie könnte man da nicht in Freude leben?
Das Evangelium beginnt mit einer frohen Botschaft: „Freue dich, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden“, und endet mit einer frohen Botschaft: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Alles, was dazwischen liegt, ist Leben, ist unser Leben!

Jedes Leben sei Evangelium
Die frohe Botschaft des Christentums steht vor dem Hintergrund einer realistischen Betrachtung des Menschen. Die christliche Freude beruht auf einem „Trotz allem“: Trotz Zerbrechlichkeit, Begrenztheit und Widersprüchen … ist der Christ ein Mensch der Freude. Vor dem Horizont dieser Wirklichkeit ertönt die große frohe Botschaft: „Freue dich“, gesagt zur Jungfrau; „Freut euch“, gesagt zu den Hirten in der heiligen Nacht und zu den Frauen am Morgen der Auferstehung: Mitten in der Unsicherheit des Daseins bricht das Leben herein.
Etwas Neues ist geschehen: Wer oder was könnte jemals die Freude ersticken, die im Herzen dessen wohnt, der ihm begegnet ist?
Wir empfehlen dir, das Leben und die Schriften der Dienerin Gottes Elise Bisschop kennenzulernen, einer jungen Französin, die, obwohl sie seit ihrer Kindheit von Krankheit gezeichnet ist, mit ihrem unablässigen Lächeln der Liebe alle Menschen, denen sie begegnet, mit ihrer Freude ansteckt. Sie starb 1964 im Alter von nur 38 Jahren und hinterließ ein strahlendes Zeugnis des Lichts!

