Der Sommer mit seinen unterschiedlichen Rhythmen und die Ferien mit ihren Programmen und Aktivitäten sind Zeiten, die es zu ergreifen und zu erleben gilt. Gelegenheiten, etwas Abstand vom Alltag zu gewinnen und einen klareren Blick auf sich selbst, das eigene Leben, die Richtung und den Weg zu erhalten, den man gerade einschlägt.
Der Sommer als Zeit, die es zu planen gilt, sollte uns nicht von einem Stress (dem der Arbeit) in einen anderen (dem Zwang, die Zeit unbedingt mit tausend Aktivitäten füllen zu müssen) führen; vielmehr kann er als eine Gelegenheit erlebt werden, die uns auch in diesem Jahr geboten wird, um Beziehungen zu pflegen, sich einem ehrenamtlichen Dienst zu widmen … Es mangelt nicht an Angeboten für intensive Erfahrungen, die dabei helfen, den eigenen Horizont für die Welt zu öffnen, verbunden mit der Möglichkeit, sich die Hände schmutzig zu machen und nützlich zu sein: missionarische Arbeitseinsätze, Reisen, um Völker und Kulturen kennenzulernen und ihnen zu begegnen … Oder „Ferien für den Geist“, in denen man die eigene Seele an Orten inmitten von Natur und Gebet erfrischen kann.
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Aber der Sommer ist auch die Zeit, innezuhalten, zur Ruhe zu kommen und das eigene Leben wieder in die Hand zu nehmen. Zeit für sich selbst, Zeit für andere, Zeit für Freundschaften, Zeit für das Wesentliche, Zeit für den Geist, Zeit für Gott. Es ist die Zeit, sich wieder daran zu gewöhnen, die kleinen Geschenke jedes Tages zu genießen, die Zeit, ein gutes Buch in die Hand zu nehmen und Wege zu beschreiten, die zum Herzen führen.
Machen wir unseren Sommer zu einer „kreativen Zeit“, damit wir unsere alltäglichen Aufgaben mit mehr Lebensfreude wieder aufnehmen können – ohne Stress und ohne der Jagd nach leeren Ablenkungen, sondern fröhlicher und bereit für einen neuen Anfang.


