Gebete vom 30. August bis 5. September 2021
„Vertraue und glaube“, sagte Mutter Teresa von Kalkutta. „Jeden Tag gibt es eine Art Wunder. Kein Tag vergeht, ohne dass uns eine zarte Aufmerksamkeit Gottes, ein Zeichen seiner Fürsorge erreicht.“ „Das größte Wunder“, so die Worte Mutter Teresas, „besteht darin, dass Gott kleine Dinge wie uns gebraucht. Er setzt uns ein, um sein Werk zu tun. Lass zu, dass Gott dich gebraucht, ohne dich zu fragen. Vertraue auf Gott. Spüre die Sicherheit von Gottes Vorsehung. Vertraue auf ihn. Er wird vorsorgen. Warte auf ihn. Diene ihm. Vertraue und glaube.“ Nehmen wir die Ratschläge dieser großen Heiligen an, an die wir am 5. September erinnern, und schauen wir auch auf das Beispiel der anderen Heiligen, deren Feste wir in dieser Woche feiern. Auch sie haben auf Gott vertraut und ihr Leben zu einem Meisterwerk gemacht. „Vertraue und glaube“ soll unser Motto werden. Sagen wir uns diese Worte oft, um diese Woche in Freude und im Licht des Herrn zu leben!

MITTWOCH, 1. SEPTEMBER
Beginn der Novene zum heiligen Nikolaus von Tolentino
„Der heilige Nikolaus von Tolentino war ein Mensch, der zuhören und den Dialog führen konnte – Früchte einer harten und täglichen Arbeit an sich selbst. Als Apostel des Friedens und der Wahrheit war er für viele ein wahrer Trost, jener des auferstandenen Herrn. Er hat nie sich selbst gesucht, sondern allein Jesus Christus, und so hat er sich selbst gefunden und vielen geholfen, zu sich selbst zu finden“ (Pater Luciano De Michieli).
Wir erflehen die Fürsprache dieses Apostels des Friedens und der Wahrheit, der auf Gott vertraut und geglaubt hat. Ahmen wir sein leuchtendes Beispiel nach.
Zur Vertiefung:
• Der heilige Nikolaus von Tolentino. Das Lächeln der Demut

FREITAG, 3. SEPTEMBER
Der heilige Gregor der Große
Papst Gregor der Heilige, Bischof von Rom zwischen 590 und 604, erhielt von der Überlieferung den Titel Magnus (der Große) und war wahrhaftig ein großer Papst und Kirchenlehrer. Er linderte die Leiden der Bedürftigen, überwand die Wirtschaftskrise und beugte Agilulf, den König der Langobarden, durch Königin Theodelinde. Vor den Bischöfen war Gregor der Erste, der den Titel „Diener der Diener“ verwendete; vor den Königen war er eher maßgebend als autoritär. Gegenüber den Armen war er geradezu engelgleich: Er lud sie in sein Haus auf dem Celio ein und bediente sie selbst bei Tisch. Im Bewusstsein seiner apostolischen Pflichten sandte er Missionare in alle europäischen Länder. In der Liturgie förderte er die Verbreitung jenes feierlichen, einstimmigen Gesangs, der noch heute „Gregorianischer Choral“ genannt wird.
Zur Vertiefung:
• Messbuch „Auf dein Wort hin“ September-Oktober 2021

SONNTAG, 5. SEPTEMBER
Heilige Teresa von Kalkutta
„Mutter Teresa war während ihres gesamten Lebens eine großzügige Spenderin der göttlichen Barmherzigkeit und stand allen durch die Aufnahme und den Schutz des menschlichen Lebens zur Verfügung, sowohl des ungeborenen als auch des verlassenen und ausgestoßenen. Sie setzte sich für den Schutz des Lebens ein und verkündete unaufhörlich, dass ‚der noch ungeborene Mensch der Schwächste, der Kleinste, der Ärmste ist‘. Sie beugte sich über die erschöpften Menschen, die an den Straßenrändern dem Tod überlassen wurden, und erkannte die Würde an, die Gott ihnen verliehen hatte; sie ließ ihre Stimme an die Mächtigen dieser Welt ergehen, damit sie angesichts der Verbrechen - angesichts der Verbrechen! - der von ihnen selbst geschaffenen Armut ihre Schuld anerkannten. Die Barmherzigkeit war für sie das ‚Salz‘, das jedem ihrer Werke Geschmack verlieh, und das ‚Licht‘, das die Dunkelheit derer erhellte, die nicht einmal mehr Tränen hatten, um ihre Armut und ihr Leid zu beweinen. Ihre Sendung in den Randgebieten der Städte und an den existenziellen Peripherien bleibt bis heute ein beredtes Zeugnis für die Nähe Gottes zu den Ärmsten der Armen.“ Diese Worte sprach Papst Franziskus in der Predigt der Heiligsprechungsmesse für Mutter Teresa. Beten wir voller Vertrauen zu dieser großen Heiligen, die eine unauslöschliche Spur hinterlassen hat und vom Himmel aus weiterhin für uns alle Fürsprache hält.
Zur Vertiefung:
• „Mein Geheimnis: Ich bete“
• Mutter Teresa. Ein Gedanke für jeden Tag des Jahres

SONNTAG, 5. SEPTEMBER
Das Prager Jesulein in Arenzano
Die Verehrung des Jesuleins im Kloster von Prag verbreitete sich dank des Karmelitenpaters Giovanni Ludovico dell’Assunta im Jahr 1628. Kaum zum Prior gewählt, bat er um eine schöne Statue, die den Sohn Gottes im Kindesalter darstellte, damit die jungen Ordensleute durch ihren Anblick nach und nach die Demut Jesu, des Erlösers, verstehen und von ihm in dringenden Nöten Hilfe erlangen konnten. Die als König gekleidete Statue des Prager Jesuleins, das mit der rechten Hand segnet und mit der linken Hand eine die Welt darstellende Weltkugel hält, begann Gnaden und Gunst zu schenken und die Herzen zu erobern. Heute findet seine Verehrung im Heiligtum von Arenzano das lebendigste Ausstrahlungszentrum in Italien.
Zur Vertiefung:
• Die Verehrung des Jesuleins
• Gebete zum Jesulein
• Novene und Rosenkranz zum Prager Jesulein
„Bitten wir den Herrn, dass er uns zu Heiligen mache und die Wahl der Mittel, die uns dorthin führen können, in seine Hände legen.“ Diese Worte von Mutter Teresa mögen uns begleiten und uns den Weg weisen, den wir gehen sollen, indem wir weiterhin vertrauen und glauben.
Gute Reise!
