Im Einklang mit Papst Franziskus – der wollte, dass 2024 im Hinblick auf das Jubiläum 2025 ein dem Gebet gewidmetes Jahr sei – setzen wir unseren Weg auf den Pfaden des Gebets fort, geleitet von Pater Patrizio Sciadini und seinem Weg des Gebets.

Wie betet man gut?
Um gut zu beten, müssen wir uns zunächst fragen, was es bedeutet, gut zu beten. Pater Patrizio antwortet auf eine Weise, die uns überraschen könnte: „Es bedeutet nicht, nach schönen Worten zu suchen, sondern ein Herz voller Liebe zu Gott und den Wunsch zu haben, unter allen Umständen seinen Willen zu tun. Die heilige Teresa von Ávila sagt, dass es nicht immer möglich ist, zu meditieren, denn wenn uns zum Beispiel der Kopf oder ein Zahn wehtut, wird es schwierig, nachzudenken; wir können jedoch immer beten, weil es immer möglich ist, Gott unser Leiden und unsere Sorgen darzubringen oder einfach zu wiederholen: ‚Mein Gott, ich liebe dich!‘ Wir sind nicht dazu da zu beurteilen, ob wir gut oder schlecht gebetet haben: Das beurteilt der Herr. […] Beschränken wir uns darauf, mit Hingabe zu beten, unseren Teil zu tun … und Gott wird den Rest erledigen. Gut zu beten bedeutet einfach, in Demut, im Glauben und mit viel Liebe zu beten, Gott verherrlichen und allen Gutes tun zu wollen.“

Welche Schwierigkeiten gibt es beim Beten?
Wer von uns ist beim Beten noch nie auf Schwierigkeiten gestoßen? Müdigkeit, fehlender Wille, innere Trockenheit, Ablenkungen, wenig Glaube … Pater Patrizio benennt die Hindernisse für das Gebet, lädt aber vor allem dazu ein, Vertrauen zu haben: „Wir dürfen uns wegen der Versuchungen beim Beten keine Sorgen machen, sondern sie einfach überwinden, indem wir ihnen keine Bedeutung beimessen: Worauf es ankommt, ist, alles mit der Kraft der Liebe zu besiegen.“
Wie überwindet man Schwierigkeiten?
Die Voraussetzung, die es uns ermöglicht, alle Schwierigkeiten zu überwinden, die sich zwischen uns und das Gebet stellen, ist der Wille, zu beten, ohne jemals aufzugeben; das Geheimnis besteht darin, sich niemals entmutigen zu lassen und den Weg immer wieder aufzunehmen.

Der Autor gibt uns anschließend wertvolle praktische Hinweise wie diesen: «Wenn wir merken, dass wir abgelenkt waren, versuchen wir, zum Gebet zurückzukehren, an Gott zu denken, und setzen unseren Weg des Gebets mit großer Demut und Geduld fort. Verwandeln wir Ablenkungen in Gebetsanliegen. Wie? Wenn ich zum Beispiel bete und feststelle, dass ich an die Arbeit und die Menschen denke, die dort mit mir tätig sind, nutze ich die Gelegenheit, für sie zu beten». Wenn man merkt, dass man abgelenkt ist, kommt es vor allem darauf an, sofort zum Gebet zurückzukehren und alles in Gebet zu verwandeln.
Wenn wir hingegen feststellen, dass uns der Wille zum Beten fehlt, «bleibt uns nur eines zu tun: zu beten, um der Zeit des Gebets treu zu sein, die wir zu leben versprochen haben. In diesem Fall beten wir also nicht zur persönlichen Befriedigung, sondern aus Treue zu einer eingegangenen Verpflichtung. Treue ist ein wesentliches Merkmal der Liebe und der Verpflichtungen unseres Lebens».
Wir geben das Gebet nicht auf, wenn wir in Sünde sind
Eine weitere wertvolle Empfehlung von Pater Patrizio lautet, das Gebet nicht aufzugeben, wenn wir uns in einem Zustand der Sünde befinden. Fallen wir nicht in die Falle, uns unwürdig zu fühlen, sondern vertiefen wir vielmehr unser Gebet. Es aufzugeben wäre, als würde man «sich in den Kühlschrank setzen, um die Kälte zu überwinden, die man spürt, oder sich reinigen wollen, wenn man schmutzig geworden ist, indem man vor dem Wasser davonläuft … Wenn wir in Sünde sind, müssen wir weiterbeten und den Herrn um die Kraft bitten, die Sünde durch eine gute Beichte zu überwinden».
Das Gebet ist der Atem der Seele … Lassen wir unsere Seele die Schönheit des Himmels mit vollen Lungen einatmen!!!

Denke weiterhin mit uns über die Schönheit des Gebets nach. Im nächsten Artikel werden wir entdecken, welche Haltungen oder Handlungen kein Gebet sind und nicht mit dem Gebet in Verbindung gebracht werden können.
Wenn du möchtest, teile deine Gebetserfahrungen und deine eventuellen Schwierigkeiten mit uns – wir hören dir gerne zu!

