Der 2. Februar ist für alle das Fest von Maria Lichtmess. Tatsächlich ist dies das Fest der Darstellung Jesu im Tempel, von dem das Lukasevangelium (2,22-40) berichtet und in dem sich Jesus als das Licht der Welt offenbart, das jeden Menschen erhellt und rettet.
Maria Lichtmess
Diesen ungewöhnlichen Namen, den das Fest angenommen hat, verdankt es der Tatsache, dass die Feier der Darstellung mit dem Anzünden der Kerzen, dem Anruf der Segnung des Herrn und der Prozession mit den brennenden Kerzen beginnt. Dies soll unseren Weg symbolisieren, auf dem wir dem kommenden Herrn entgegengehen. Unsere kleinen Lichter lenken unseren Blick auf Christus als das wahre Licht, das das Leben der Menschen und Völker erhellt und licht macht. Wir brauchen dieses Licht, um der Berufung, die wir empfangen haben, auf stimmige Weise zu entsprechen.
Die gesegneten Kerzen: Licht in unsere Häuser bringen
Die brennenden Kerzen stehen also für Christus, das wahre Licht aller Völker, und erinnern uns daran, dass auch wir berufen sind, Licht zu sein und Licht in der Welt zu verbreiten. Aus diesem Grund ist es üblich, die zu Beginn der heiligen Messe gesegnete Kerze mit nach Hause zu nehmen – als Symbol, das an die Gegenwart Jesu in unserem Leben und in unserer Familie erinnert.
Wenn wir diese Kerze in schwierigen, dunklen und stürmischen Zeiten anzünden und gläubig beten, werden wir verstehen, dass der Herr uns in schwierigen Zeiten nicht verlässt und uns nicht in der Dunkelheit lässt. Das Licht Christi wird uns nicht allein und im Dunkeln fühlen lassen: Es wird uns in schwierigen Zeiten beistehen und Frieden in unser Leben bringen. Zünden wir die Kerze von Maria Lichtmess an und stellen wir so das Licht des Herrn in den Mittelpunkt unseres Hauses.
Das Licht des geweihten Lebens
Auf dem Weg des christlichen Lebens genügt es nicht, das Licht aufzunehmen und im Licht zu bleiben; es ist auch notwendig, durch ein lebendiges und glaubwürdiges Zeugnis immer wieder zum Licht für andere zu werden. Deshalb verband Johannes Paul II. 1997 den Welttag des geweihten Lebens, der den Menschen gewidmet ist, die sich entschieden haben, Christus durch die Befolgung der evangelischen Räte aus nächster Nähe nachzufolgen, mit dem Fest der Darstellung Jesu im Tempel.
Wir sagen allen Ordensleuten Danke für ihr Zeugnis des Lichts, ihr Engagement und ihre Großzügigkeit und bitten darum, dass sie durch ihr freudiges Zeugnis ein Licht sind, das diejenigen erhellt, die in der Finsternis leben.


