la luce divina della pentecoste di el greco

Editrice Shalom

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Autore: Editrice Shalom

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Das göttliche Licht der „Pfingsten“ von El Greco

Die Zusammenarbeit zwischen Don Alessio Fucile, einem Kunstexperten, und dem Blog Shalom wird fortgesetzt. Don Alessio wird uns dabei helfen, die wichtigsten Momente des liturgischen Jahres anhand wunderschöner Kunstwerke näher zu betrachten, die in uns nicht nur Staunen über ihre Pracht hervorrufen, sondern uns auch helfen können, die Heilige Schrift und die Botschaft Jesu besser zu verstehen.

Don Alessio stellt heute das Werk „Pfingsten“ von El Greco vor, das man im Prado-Museum in Madrid bewundern kann.

Heute stelle ich dir das Werk einer einzigartigen Persönlichkeit in der Geschichte der Weltkunst vor: die „Pfingsten“ von El Greco. Es stammt aus dem späten 16. Jahrhundert und befindet sich heute im Prado-Museum in Madrid.

Ein Künstler der spanischen Renaissance

Der aus Kreta stammende Künstler, der zu den herausragenden Vertretern der spanischen Renaissance zählt, ordnet die Figuren anhand eines umgekehrten Dreiecks an. Die langgestreckten Figuren heben sich von den Stilmerkmalen der klassischen Kunst ab. Seine Malerei zielt nämlich nicht auf eine getreue Wiedergabe der Wirklichkeit, sondern auf die Darstellung der in ihr enthaltenen Gnade.

Der glühende Abendmahlssaal

Wir werden in den Abendmahlssaal eingeführt, von dem man weder Einrichtungsgegenstände noch Wände oder Fenster sieht, doch alles glüht vor Licht und pulsiert wie Wachs, das von einem feurigen Wind erfasst wird.
Die Dunkelheit verweist auf die Angst, die die Jünger während der schmerzlichen Ereignisse rund um den Tod Jesu erlebten. Nun, mit dem Kommen des Heiligen Geistes, vibriert alles vor Licht, und die Gruppe der Apostel findet sich um Maria wieder zusammen. „Sie hielten sich alle dort auf.“

Die Erlösung der Vergangenheit und das neue Leben, das Jesus eröffnet hat

Die Vergangenheit ist erlöst, erneuert, nicht durch persönliche Anstrengungen, sondern durch das neue Leben, das Jesus eröffnet hat und das nun durch den Heiligen Geist möglich wird, der wie eine Taube Licht ausstrahlt, das die gesamte Szene und die dargestellten Personen erhellt. „Plötzlich kam vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Wind daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.“

Der Blick zum Geist

Alle blicken zu einem höheren Punkt, zum Geist, der sie alle vereint. El Greco lädt dich im Sinne der Lehre des heiligen Paulus ein, nach oben zu schauen: „Sucht, was droben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt; richtet euren Sinn auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist.“
Die Figuren sind vierzehn an der Zahl: elf Apostel und drei Frauen, darunter Maria Magdalena, neben Maria, der Mutter Jesu. Vierzehn – so hoch ist der Zahlenwert des Namens David. Die Verheißungen an David haben sich erfüllt: Ein neues Volk wird den Herrn lobpreisen. Ein Volk, das das Zeichen der menschlichen Unvollkommenheit trägt: elf Apostel statt zwölf; Judas fehlt, der Apostel, der beschlossen hat, Jesus zu verraten. Diese schmerzliche Abwesenheit wird durch Maria ausgeglichen, die jene skandalöse Elfzahl vervollständigt.

Maria: die fürsorgliche Mutter

Wenn du aufmerksam hinsiehst, kannst du rechts neben dem Apostel, der dir den Rücken zuwendet und den Kopf nach hinten geneigt hat, den Umriss einer Säule erkennen. Es ist der Anfangspfosten des Handlaufs einer Treppe. Oben befindet sich Maria – nicht jenseits der Apostel, sondern mitten unter ihnen. Sie ist eine fürsorgliche Mutter inmitten ihrer Kinder. Sie kümmert sich um ihre Bedürfnisse und greift mit ihrer weiblichen Zärtlichkeit ein. Jesus hat ihr vom Kreuz aus eine edle und äußerst anspruchsvolle Aufgabe anvertraut: Mutter zu sein und jedem Menschen auf seinem Lebensweg zu helfen. Jenseits deiner Ängste, jenseits deiner Dunkelheit gibt es weiter oben eine Mutter, der dein Glück am Herzen liegt. Sie kümmert sich vor allem um die Gesundheit ihrer Kinder. Sie hilft dir zu wachsen, dich dem Leben zu stellen und frei zu sein. El Greco malt Marias Gewand in Rot und ihren Mantel in Blau – Farben, die die von der Göttlichkeit umhüllte Menschlichkeit symbolisieren: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Macht des Höchsten wird dich überschatten.“ Wie die Frau der Offenbarung ist sie in Licht gekleidet, mit ungewöhnlich weit gespreizten Beinen, wie eine Frau, die sich anschickt zu gebären. Wenn du also, wie der heilige Bernhard sagte, von den Wellen der Bedrängnis hin und her geworfen wirst, blicke zum Stern und wende dich an Maria – sie hört dir zu!


Das göttliche Licht der „Pfingsten“ von El Greco

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