Andachten 14.-20. Juni
Wir bereiten uns auf den bevorstehenden Sommer vor und verspüren zu Recht das Bedürfnis nach Ruhe und Erholung nach einem so harten und schwierigen Jahr.
Auch in dieser Zeit wollen wir weiterhin „die Luft des Glaubens atmen“, uns Zeit nehmen, um das Wort Gottes zu hören und das Gebet zu pflegen, die tägliche Nahrung des Herzens.
Hier einige Anregungen, um täglich „mit dem Herrn in Kontakt zu bleiben“!

Das Wort Gottes: Licht für unsere Schritte
„Wie kann ich Jesus kennenlernen? Der beste Weg, ihm zu begegnen, ist das Evangelium. Ein kleines Buch, das man langsam und nach und nach lesen kann, vielleicht während man in der Straßenbahn, in der U-Bahn oder im Wartezimmer des Arztes sitzt. Um jemanden wirklich kennenzulernen, muss man mit ihm sprechen, und Jesus kann man erzählen, was in der Familie, in der Schule und auf der Straße geschieht, was uns glücklich macht oder traurig stimmt. Das nennt man beten.“ (Papst Franziskus)
Die Bibel und das Evangelium bringen uns dem Herrn näher, weil wir dort sein Wort hören und das Herz an der Quelle des Lebens selbst nähren. Wir können uns angewöhnen, einen Abschnitt aus dem Evangelium zu lesen oder, wenn wir die Möglichkeit dazu haben, täglich zur Messe zu gehen: Denn jeden Tag spricht Jesus durch die Lesungen zu unserem Herzen. Es kann jedoch vorkommen, dass wir den Sinn der Botschaft des Evangeliums nicht vollständig erfassen; oft verspürt man das Bedürfnis nach einer klaren Erklärung oder einem verständlichen Kommentar, der uns hilft, die Lesungen zu verstehen.
Das Messbuch „Auf dein Wort hin“ kann ein hervorragender Wegbegleiter sein: Es bietet Kommentare und Betrachtungen zu den Lesungen; es macht uns mit dem Leben und dem Beispiel des Heiligen des Tages bekannt; es führt uns durch die tägliche Liturgie und die Gebete der Kirche.
Zur Vertiefung:
• Auf dein Wort hin – Messbuch Mai-Juni 2021
• Die Heilige Bibel
• Evangelium und Apostelgeschichte

Das Stundengebet: das offizielle Gebet der Kirche
Ein weiteres sehr schönes tägliches Gebet, das es zu entdecken oder wiederzuentdecken gilt, ist das Stundengebet: Es handelt sich um das wichtigste Gebet nach der heiligen Messe und hat die Heiligung des gesamten Tages zum Ziel.
War es früher ein Gebet, das den Priestern und Ordensleuten vorbehalten war, so sind heute auch die Laien herzlich dazu eingeladen, denn es ist das offizielle Gebet der Kirche und im eigentlichen Sinn eine liturgische Handlung; das bedeutet, dass es die sakramentale Teilnahme am persönlichen Gebet Jesu Christi ist: Er betet und lobt den Vater im Gebet der Kirche unaufhörlich als der höchste und vollkommene Priester.
Das bedeutet, dass man auch dann, wenn man es im abgeschlossenen Raum seines eigenen Zimmers betet, niemals allein ist, sondern eine Handlung in der Kirche und mit der Kirche vollzieht. Das Stundengebet führt zum Sinn für die Gemeinschaft und zum gemeinsamen Gebet.
Es handelt sich sicherlich um ein anspruchsvolles Gebet, bei dem man sich zunächst desorientiert fühlen kann: Wie findet man sich zum Beispiel im Psalterium zurecht? Woher weiß man, in welcher Woche man sich befindet?
Um all diese Fragen zu beantworten, bietet der Verlag Shalom die zweimonatlich erscheinende Zeitschrift „Mit lebendigem Wasser“ an, die das täglich zusammengestellte Stundenbuch enthält. Das bedeutet, dass man nur zum aktuellen Datum gehen muss und Schritt für Schritt alles angegeben wird, was zu beten ist, ohne ständig vor- und zurückblättern zu müssen, um die Hymnen, die Kurzlesungen, die Antiphon für das „Benedictus“ und das „Magnificat“ sowie das Gebet zu suchen.
Zur Vertiefung:
• Mit lebendigem Wasser Mai-Juni 2021

MITTWOCH, 16. JUNI
Beginn der Novene zur seligen Jungfrau Maria, Königin des Friedens
Am 25. Juni wird des 40. Jahrestags der Erscheinungen der seligen Jungfrau Maria in Medjugorje gedacht. Bereiten wir uns im Glauben und im Gebet auf diesen Gedenktag vor, indem wir die heute beginnende Novene beten. Nutzen wir diese neun Vorbereitungstage, um der Königin des Friedens unsere Bitten vorzutragen und sie zu bitten, bei ihrem Sohn Jesus Christus, dem Auferstandenen, für uns alle Fürsprache einzulegen.
Zur Vertiefung:
• Medjugorje. Der Pilgerführer
„Gott spricht in der Stille des Herzens. Zuhören ist der Anfang des Gebets“ (die heilige Teresa von Kalkutta).
Nehmen wir uns in dieser Woche – und den ganzen Sommer über – vor, das Herz mit der Stille zu nähren, die im Hören auf das Wort Gottes und im Gebet besteht.
Ich erwarte euch in den Kommentaren zum Beitrag! Einen guten Weg!
