Heute und morgen bereitet sich Rom darauf vor, Kinder aus der ganzen Welt willkommen zu heißen – Kinder, die auf Initiative von Papst Franziskus ihren ersten Welttag feiern.
Die Einladung des Papstes
Im Hinblick auf diese beiden Tage hat der Papst eine Botschaft und eine Einladung an alle Kinder gesandt: «Liebe Mädchen und Jungen! Euer erster Welttag rückt näher: Er wird am kommenden 25. und 26. Mai in Rom stattfinden. Deshalb habe ich beschlossen, euch eine Botschaft zu schicken. Ich freue mich, dass ihr sie empfangen könnt, und danke allen, die sich dafür einsetzen werden, dass sie euch erreicht.
Diese Worte richte ich zunächst an jeden Einzelnen persönlich, an dich, liebes Mädchen, an dich, lieber Junge, denn „du bist kostbar“ in den Augen Gottes (Jes 43,4), wie uns die Bibel lehrt und wie Jesus viele Male gezeigt hat».
Das Programm
Heute beginnt die Veranstaltung im Olympiastadion mit dem Grußwort der ausländischen Delegationen und wird mit nationalen und internationalen Gästen fortgesetzt, die von Carlo Conti vorgestellt werden, bis zum meist erwarteten Moment: dem Gespräch der Jungen und Mädchen mit dem Heiligen Vater. Morgen, am 26. Mai, findet auf dem Petersplatz die eigentliche Feier statt, der der Heilige Vater vorsteht und die mit dem Angelus sowie dem Gruß des Papstes an die Kinder der ganzen Welt ihren Höhepunkt erreicht.

Mit Jesus verbunden sein
In seiner Botschaft empfiehlt der Papst den Kindern, eine tiefe Freundschaft mit Jesus zu pflegen: «Meine kleinen Freunde, um uns selbst und die Welt zu erneuern, reicht es nicht, dass wir untereinander zusammen sind: Wir müssen mit Jesus verbunden sein. Von ihm empfangen wir viel Mut: Er ist immer nahe, sein Geist geht uns auf den Wegen der Welt voraus und begleitet uns. Jesus sagt uns: „Siehe, ich mache alles neu“ (Offb 21,5); diese Worte habe ich als Thema für euren ersten Welttag ausgewählt. Diese Worte laden uns ein, wie Kinder offen für die vom Geist in uns und um uns herum bewirkten Neuerungen zu werden. Mit Jesus können wir von einer neuen Menschheit träumen und uns für eine brüderlichere Gesellschaft einsetzen, die auf unser gemeinsames Haus achtet, angefangen bei einfachen Dingen wie andere zu grüßen, um Erlaubnis zu bitten, sich zu entschuldigen und Danke zu sagen. Die Welt verändert sich vor allem durch kleine Dinge, ohne sich dafür zu schämen, nur kleine Schritte zu machen. Im Gegenteil: Unsere Kleinheit erinnert uns daran, dass wir verletzlich sind und einander brauchen, wie die Glieder eines einzigen Leibes (vgl. Röm 12,5; 1 Kor 12,26)».

Das Geschenk der Freundschaft und das Geheimnis des Gebets
Papst Franziskus zeigt den Kindern auch einen Weg zum Glück, der über das Teilen und das Gebet führt: „Und es gibt noch mehr. Denn, liebe Mädchen und liebe Jungen, allein kann man nicht einmal glücklich sein, weil die Freude wächst, je mehr man sie teilt: Sie entsteht aus der Dankbarkeit für die Gaben, die wir empfangen haben und die wir wiederum mit anderen teilen. Wenn wir das Empfangene nur für uns behalten oder gar trotzig dieses oder jenes Geschenk verlangen, vergessen wir in Wirklichkeit, dass wir selbst das größte Geschenk füreinander sind: Wir sind das ‚Geschenk Gottes‘.

Und nun möchte ich euch ein wichtiges Geheimnis anvertrauen: Um wirklich glücklich zu sein, muss man beten, viel beten, jeden Tag, denn das Gebet verbindet uns unmittelbar mit Gott, erfüllt unser Herz mit Licht und Wärme und hilft uns, alles mit Vertrauen und Gelassenheit zu tun.“
„Alle Erwachsenen waren einmal Kinder. Aber nur wenige von ihnen erinnern sich daran“, schreibt Antoine de Saint-Exupéry in Der kleine Prinz. Sorgen wir also dafür, dass dieser den Kindern gewidmete Tag auch uns Erwachsenen hilft, das Kind in uns wiederzufinden: jenes Kind, das staunen kann und unkompliziert ist, jenes Kind, zu dem Jesus uns auffordert zu werden, wenn wir schon jetzt in das Himmelreich eintreten wollen.


