liturgia del giorno 29 giugno 2022

Editrice Shalom

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Autore: Editrice Shalom

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Liturgie des Tages: 29. Juni 2022

Heilige

Texte aus dem Messbuch „Auf dein Wort“ Mai-Juni 2022

Heilige Petrus und Paulus, Apostel (H)
Eigenfeier


In der Vorabendmesse

ERSTE LESUNG

Aus der Apostelgeschichte (Apg 3,1-10)
In jenen Tagen gingen Petrus und Johannes zur Gebetszeit um die neunte Stunde zum Tempel hinauf. Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war; man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt, damit er die Tempelbesucher um ein Almosen bitten konnte. Als er Petrus und Johannes sah, die den Tempel betreten wollten, bat er sie um ein Almosen. Petrus und Johannes blickten ihn an, und Petrus sagte: „Sieh uns an!“ Jener blickte sie an und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen. Petrus aber sagte: „Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!“ Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Knöchel; er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang und lobte Gott. Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben. Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte. Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war. – Wort des lebendigen Gottes.


ZWEITE LESUNG

Aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater (Gal 1,11-20)
Brüder und Schwestern, ich erkläre euch: Das Evangelium, das ich verkündet habe, stammt nicht von Menschen. Ich habe es ja nicht von einem Menschen übernommen oder gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi empfangen. Ihr habt doch gehört, wie ich einst als überzeugter Anhänger des Judentums gelebt habe und die Kirche Gottes maßlos verfolgte und zu vernichten suchte. Im Judentum übertraf ich viele Altersgenossen in meinem Volk und tat mich besonders hervor im Eifer für die Überlieferungen meiner Väter. Als aber Gott, der mich schon im Mutterleib auserwählt und durch seine Gnade berufen hat, in mir seinen Sohn offenbarte, damit ich ihn unter den Heiden verkünde, da ging ich sogleich nicht zu Rate mit Fleisch und Blut; auch zog ich nicht nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern nach Arabien und kehrte dann wieder nach Damaskus zurück. Drei Jahre später ging ich nach Jerusalem hinauf, um Kephas kennenzulernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. Von den anderen Aposteln habe ich keinen gesehen, nur Jakobus, den Bruder des Herrn. Was ich euch hier schreibe - vor Gott versichere ich: Ich lüge nicht. – Wort des lebendigen Gottes.


EVANGELIUM DES TAGES

Aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 21,15-19)
[Nachdem er sich seinen Jüngern als der Auferstandene offenbart hatte,] sagte Jesus zu Simon Petrus, als sie gegessen hatten: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?“ Er antwortete ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ Jesus sagte zu ihm: „Weide meine Lämmer!“ Zum zweiten Mal fragte er ihn: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ Er antwortete ihm: „Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ Jesus sagte zu ihm: „Weide meine Schafe!“ Zum dritten Mal fragte er ihn: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: „Liebst du mich?“ Er gab ihm zur Antwort: „Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebe.“ Jesus sagte zu ihm: „Weide meine Schafe! Amen, amen, ich sage dir: Als du jünger warst, hast du dich selbst gegürtet und gingst, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst.“ Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: „Folge mir nach!“ – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.


In der Tagesmesse

ERSTE LESUNG

Aus der Apostelgeschichte (Apg 12,1-11)
In jener Zeit ließ König Herodes einige aus der Gemeinde misshandeln. Jakobus, den Bruder des Johannes, ließ er mit dem Schwert hinrichten. Als er sah, dass es den Juden gefiel, ließ er auch Petrus festnehmen. Das geschah in den Tagen der Ungesäuerten Brote. Nachdem er ihn hatte festnehmen lassen, ließ er ihn ins Gefängnis werfen und von vier Abteilungen mit je vier Soldaten bewachen. Nach dem Paschafest wollte er ihn dem Volk vorführen lassen. Während Petrus im Gefängnis bewacht wurde, betete die Gemeinde inständig für ihn zu Gott. In jener Nacht, ehe Herodes ihn vorführen lassen wollte, schlief Petrus, mit zwei Ketten gefesselt, zwischen zwei Soldaten; vor der Tür bewachten Posten den Zugang zum Gefängnis. Plötzlich trat ein Engel des Herrn ein und ein helles Licht leuchtete in den Raum. Er stieß Petrus in die Seite, weckte ihn und sagte: „Schnell, steh auf!“ Da fielen die Ketten von seinen Händen. Der Engel sagte zu ihm: „Gürte dich und zieh deine Sandalen an!“ Er tat es. Der Engel sagte zu ihm: „Wirf deinen Mantel um und folge mir!“ Dann ging er hinaus und folgte ihm, obwohl er nicht wusste, dass es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah; es kam ihm vor, als habe er eine Vision. Sie gingen an der ersten Wache und an der zweiten vorbei und kamen an das eiserne Tor, das in die Stadt führt; es öffnete sich ihnen von selbst. Sie traten hinaus und gingen eine Gasse entlang; plötzlich verließ ihn der Engel. Da kam Petrus zu sich und sagte: „Nun weiß ich wirklich: Der Herr hat seinen Engel gesandt und mich der Hand des Herodes entrissen und allem, was das Volk der Juden erwartet.“ – Wort des lebendigen Gottes.

Gedanken zur ersten Lesung

Petrus spielt im Leben der ersten christlichen Gemeinde eine grundlegende Rolle. Deshalb steigt das Gebet der Kirche für ihren Hirten in einem kritischen Moment wie seiner Verhaftung und Gefangenschaft empor. Das einmütige Gebet der Christen macht die innige Verbundenheit der Mitglieder der Kirche mit dem Oberhaupt des Apostelkollegiums deutlich. Petrus ist in Gefahr, und Gott sendet seinen Engel, um ihn zu befreien: Niemand kann Gott davon abbringen, durch die Verkündigung des Heils alle Menschen retten zu wollen. Wenn Gott sich für Heil und Erlösung entscheidet, kann nichts und niemand das Wort Gottes gefangen halten und daran hindern, voranzuschreiten. Wir müssen nur auf ihn vertrauen und uns nicht von seiner fürsorglichen Hand entfernen. Auch wir müssen von dem Bösen befreit werden, das wir in uns tragen, durch die Gnade und durch den Engel des Lebens und der Auferstehung. Bitten wir den Herrn, dass er, wie er seine Engel gesandt hat, um Petrus von den Ketten der körperlichen Gefangenschaft zu befreien, auch seine Engel sendet, um uns aus der Gefangenschaft unseres Egoismus zu befreien, damit wir glaubwürdige Verkünder des Evangeliums werden.


ZWEITE LESUNG

Aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an Timotheus (2 Tim 4,6-8.17-18)
Mein Sohn, ich werde nun als Trankopfer dargebracht, und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe. Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue bewahrt. Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit, den mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, aber nicht nur mir, sondern allen, die sein Erscheinen ersehnen. Der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Völker sie hören; so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen. Der Herr wird mich allem bösen Treiben entreißen und mich retten in sein himmlisches Reich. Ihm sei die Herrlichkeit in alle Ewigkeit. Amen. – Wort des lebendigen Gottes.

Gedanken zur zweiten Lesung

Bevor Paulus das Martyrium erlitt, sprach er wirklich bewegende Worte. Sie klingen wie ein Vermächtnis und bergen große Weisheit. Der Blickwinkel, der Hintergrund von Paulus’ Überlegungen, ist die vollkommene Gemeinschaft mit Christus. Er weiß, dass sein Leben zum Tod führt, aber dieser ist kein Unfall auf dem Weg: Er ist das Ziel, der Zweck, das ewige Reich. Wenn Paulus über seine Existenz spricht, gebraucht er seit seiner Bekehrung und Berufung Begriffe, die sie als einen Weg, als eine Wirklichkeit in Bewegung beschreiben. Der Kampf, der ein ganzes Leben dauerte, ist gekämpft, und Paulus hat das Einzige bewahrt, was zählt: den Glauben an den Herrn Jesus Christus, die Grundlage und das Fundament seiner Existenz. Der Glaube ist der einzige Reichtum, den wir mitnehmen können. Nun erwartet Paulus die Krönung des Lebens, die Offenbarung des ewigen Lebens. Diese Perspektive ist wunderschön, weil sie die ganze Existenz des Paulus umfasst. Sie berücksichtigt die Vergangenheit: den Kampf; sie vernachlässigt nicht die Gegenwart: den bewahrten Glauben; sie erwartet die Zukunft: die Krone der Herrlichkeit Christi. Auch für uns ist es wichtig, die einzelnen Augenblicke unseres Lebens als Aspekte einer geheimnisvollen Einheit zu betrachten.


EVANGELIUM DES TAGES

Aus dem Evangelium nach Matthäus (Mt 16,13-19)
In jener Zeit kam Jesus in das Gebiet von Cäsarea des Philippus und fragte seine Jünger: „Für wen halten die Menschen den Menschensohn?“ Sie sagten: „Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.“ Da sagte er zu ihnen: „Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Simon Petrus antwortete: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Jesus sagte zu ihm: „Selig bist du, Simon, Sohn des Jona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.“ – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Gedanken zum Evangelium des Tages

Petrus’ Antwort lässt erkennen, dass er trotz aller Grenzen seines Charakters und seiner ungestümen Persönlichkeit die Stimme des Vaters hören kann. Seine Antwort ist weder eine natürliche Eingebung noch menschliche Erkenntnis, sondern ein Geschenk des Vaters. Natürlich versteht er die Bedeutung der Worte, die er gerade ausgesprochen hat, noch nicht vollständig; dennoch genügt dies, damit Jesus vor den anderen Aposteln feierlich seine Rolle als Führer verkündet. Diese Rolle wird durch die Macht der Schlüssel bestätigt. Dabei handelt es sich nicht um eine willkürliche Macht, sondern darum, all jene in die Gemeinschaft mit dem Vater aufzunehmen, die Gott mit aufrichtigem Herzen suchen, und zugleich jene fernzuhalten, die sich außerhalb dieser Gemeinschaft stellen. Die Kirche wird den Lauf der Zeit überdauern und gegen alle Angriffe des Bösen fest bestehen, weil sie fest auf Petrus und auf der Kraft seines Glaubenszeugnisses verankert ist. Petrus kann also aufgrund des ausdrücklichen göttlichen Willens den unermesslichen Schatz der Gnade verwalten, die Jesus der Kirche geschenkt hat, um sie der Welt mit Vollmacht vorzustellen und anzubieten. Auch du empfängst diese Gnade, wenn du dich den Sakramenten näherst: Danke dem Herrn, der einem Menschen vertrauen wollte, um allen anderen Menschen ein so großes Geschenk zukommen zu lassen.


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Liturgie des Tages: 29. Juni 2022

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