liturgia del giorno epifania

Editrice Shalom

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Autore: Editrice Shalom

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Liturgie des Tages – 6. Januar 2021

Epiphanie 2021

Erscheinung des Herrn (H)
Eigenliturgie der Stunden

Die Epiphanie ist die Offenbarung eines Gottes, der aus Liebe klein wird und uns Liebe schenken will, der in unsere Geschichte eintritt, um uns auf allen Etappen unseres Weges zu begleiten. Das Jesuskind ist tatsächlich diese vollständige und umfassende Offenbarung des Gottes der Liebe an die ganze Menschheit. Wie die Sterndeuter wollen auch wir uns vom Stern führen lassen, also vom Wort Gottes, das Licht auf unserem Weg ist, und ihm entschlossen folgen, wenn wir unser Leben auf dem Felsen aufbauen wollen. So können auch wir für andere zu einer Epiphanie werden, also zum Widerschein jenes Lichtes, das Christus über uns hat leuchten lassen.

Die Texte stammen aus dem Messbuch „Auf dein Wort“ Januar-Februar 2021.


ERSTE LESUNG

Aus dem Buch des Propheten Jesaja (Jes 60,1-6)
Steh auf, werde licht, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des Herrn geht strahlend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir. Völker wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Aufgang. Erhebe deine Augen ringsum und sieh: Sie alle versammeln sich, kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, deine Töchter werden auf der Hüfte getragen. Dann wirst du sehen und strahlen, dein Herz wird beben und sich weiten, denn der Reichtum des Meeres wendet sich dir zu, die Schätze der Völker kommen zu dir. Eine Menge von Kamelen bedeckt dich, Dromedare aus Midian und Efa. Alle kommen aus Saba, bringen Weihrauch und Gold und verkünden die Ruhmestaten des Herrn. – Wort des Herrn.

Kommentar zur ersten Lesung

„Steh auf, werde licht, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des Herrn geht strahlend auf über dir.“ Die Themen, die die Liturgie des Hochfestes der Epiphanie und besonders diese Lesung aus dem Propheten Jesaja bestimmen, sind das „Licht“ - ein Wort, das zahlreiche Male wiederholt und der Finsternis gegenübergestellt wird -, die „Herrlichkeit“ und der „Glanz“ des Herrn. Außerdem wird eine Bewegung beschrieben, dargestellt durch die Verben „kommen“, „sich versammeln“, „wandern“, „bedecken“ und „bringen“. Es handelt sich sowohl im Schreibstil als auch in den Inhalten um einen feierlichen und herrlichen Abschnitt. Uns wird gesagt, dass die Finsternis, der wir in unserem Leben begegnen, nicht ewig ist und nicht für immer andauern wird. Die Nächte der Einsamkeit, der Krankheit, der Trauer und der Verzweiflung werden gewiss durch den Liebesplan des Vaters, durch die persönliche und individuelle Gegenwart des Heiligen Geistes und durch die Offenbarung des Sohnes Gottes an alle Völker zerbrochen, die wir an diesem Tag feierlich begehen. Heute lassen sich der Glaube und die Liebe in ganz besonderer Weise von der kleinen Hoffnung führen: Zu Beginn ist sie ein kleines Licht in der Finsternis, doch heute erstrahlt sie in ihrer ganzen Herrlichkeit. Wir sind nicht mehr Sklaven oder Gefangene, wir können „die Ruhmestaten des Herrn“ verkünden.


ZWEITE LESUNG

Aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Epheser (Eph 3,2-3a.5-6)
Brüder, ihr habt doch gehört, welches Amt mir durch Gottes Gnade für euch übertragen wurde: Durch eine Offenbarung wurde mir das Geheimnis kundgetan. Den Menschen früherer Generationen wurde es nicht bekannt gemacht, jetzt aber ist es seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden: dass nämlich die Völker Miterben sind, zu demselben Leib gehören und mit Anteil haben an der Verheißung in Christus Jesus durch das Evangelium. – Wort des Herrn.

Kommentar zur zweiten Lesung

Am Hochfest der Epiphanie sagt uns der heilige Paulus, dass „die Völker Miterben sind, zu demselben Leib gehören und mit Anteil haben an der Verheißung in Christus Jesus durch das Evangelium“. Dies ist das Geheimnis, das durch die Apostel der ganzen Menschheit offenbart wurde. Fragen wir uns also, was das im konkreten Leben des Glaubens bedeutet. Einerseits weist es auf die Berufung hin, Christen zu werden und lebendige Glieder der katholischen Kirche zu sein, wie jeder Mann und jede Frau es im tiefsten Herzen ersehnt. Doch auch wer nicht als Christ geboren wurde, kann die Freude dieser Begegnung in der Tiefe seines Gewissens und durch ein gutes Leben erfahren. Andererseits sagt uns dieses offenbarte Geheimnis, dass wir alle zu einer höchsten Berufung empfangen haben, „zu demselben Leib zu gehören und mit Anteil zu haben an der Verheißung durch das Evangelium“, also durch das ganz konkrete Antlitz Jesu Christi: Unser Gott ist kein allgemeiner Gott, keine Wesenheit ohne Gesicht und ohne Namen. Auf diese Berufung kann man sichtbar antworten, durch die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche, oder durch die unzähligen und uns unbekannten Wege, die Gott durch seinen Heiligen Geist für die Menschheit bereithält.


EVANGELIUM DES TAGES

Aus dem Evangelium nach Matthäus (Mt 2,1-12)
Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.“ Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. Sie antworteten ihm: „In Betlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben durch den Propheten: ‚Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.‘“ Darauf rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: „Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.“ Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land. – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Kommentar zum Evangelium des Tages

Im Evangelienabschnitt, der uns am Hochfest der Epiphanie vorgelegt wurde, gibt es mehrere Worte, die sich wiederholen: das Gehen als Haltung, der Stern als Orientierung, die Freude, die immer wiederkehrt, und schließlich, am wichtigsten, die Anbetung: „Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm.“ Für die Kirche sind jene, die die Haltung der Anbetung ganz gelebt haben, die Heiligen, „die wahren Reformer. Nun möchte ich es noch radikaler ausdrücken: Nur von den Heiligen, nur von Gott kommt die wahre Revolution, die entscheidende Veränderung der Welt. […] [Infatti] Die Verabsolutierung dessen, was nicht absolut, sondern relativ ist, nennt man Totalitarismus. Er befreit den Menschen nicht, sondern nimmt ihm seine Würde und versklavt ihn. Nicht die Ideologien retten die Welt, sondern einzig und allein die Hinwendung zum lebendigen Gott, der unser Schöpfer, der Garant unserer Freiheit und der Garant dessen ist, was wirklich gut und wahr ist. Die wahre Revolution besteht einzig darin, sich ohne Vorbehalte dem Gott zuzuwenden, der das Maß dessen ist, was gerecht ist, und zugleich die ewige Liebe ist. Und was könnte uns schon retten, wenn nicht die Liebe?“ (Papst Benedikt XVI., Ansprache in Köln, XX. Weltjugendtag, 20. August 2005). Gott schenke uns die Gnade, uns immer wieder seinem Sohn zuzuwenden und ihn anzubeten.


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Liturgie des Tages – 6. Januar 2021

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