liturgia della domenica 11 aprile 2021

Editrice Shalom

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Autore: Editrice Shalom

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Liturgie des Sonntags – 11. April 2021

Barmherziger Jesus

2. Sonntag der Osterzeit oder der Göttlichen Barmherzigkeit
Osteroktav
eigene Texte

Texte aus dem Messbuch „Auf dein Wort“ März-April 2021

Heute endet die Osteroktav, die wir als einen einzigen Tag erleben, einen Tag, der eine Woche lang dauert, um die Auferstehung des Herrn zu feiern. An diesem Sonntag - seit der Antike in albis genannt, nach dem lateinischen Namen alba für das weiße Gewand, das die Neugetauften in der Osternacht bei der Taufe trugen und nach acht Tagen ablegten - feiern wir auch die Göttliche Barmherzigkeit. Tatsächlich war es der heilige Johannes Paul II., der anlässlich der Heiligsprechung von Schwester Maria Faustina Kowalska am 30. April 2000 diesen Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit widmete. Das Evangelium passt gut zum Thema der Barmherzigkeit. Johannes berichtet uns vom Erscheinen Jesu vor den Aposteln am Tag der Auferstehung selbst und acht Tage später, als sie sich alle voller Angst im Abendmahlssaal aufhielten und auf neue Zeichen warteten. Thomas kann sich mit dem, was die anderen berichten, nicht zufriedengeben: Sein Schmerz und seine Enttäuschung über das Geschehene waren zu groß. Dennoch stammt von ihm der schönste und erste Ausdruck des Glaubens: „Mein Herr und mein Gott“. Treten wir voll Vertrauen zur Quelle der Barmherzigkeit, um daraus das Leben in Fülle zu schöpfen.


ERSTE LESUNG

Aus der Apostelgeschichte (Apg 4,32-35)
Die Menge derer, die gläubig geworden waren, war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und große Gnade ruhte auf ihnen allen. Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Davon wurde jedem das zugeteilt, was er nötig hatte.

Kommentar zur ersten Lesung

„Sie waren ein Herz und eine Seele.“ Ich stelle mir gern vor, dass dies die Atmosphäre war, die vor der Erbsünde herrschte und gelebt wurde. Die Stelle aus der Apostelgeschichte führt uns genau in dieses irdische Paradies zurück, in dem es nur Gemeinschaft gab und in dem der andere eindeutig wichtiger war als man selbst. In unserer heutigen Denk- und Lebensweise hingegen geht es vor allem um die Dinge, die man besitzt, um Eigentum, um Haben ... was allzu oft das Sein überlagert und uns zu Materialisten macht, die ausschließlich den irdischen Horizont verehren. Und diese Stelle aus der Apostelgeschichte bietet sehr konkrete Beispiele, angesichts derer wir uns nur schwer mit „Ich habe das nicht richtig verstanden ...“ herausreden können. Niemand fühlte sich als Herr über das, was er besaß; alles wurde gemeinsam genutzt, jenseits der Logik: „Was mein ist, ist mein, und was dein ist, ist mein!“ Das Evangelium führt uns in eine genau entgegengesetzte Bewegung hinein: Was mein ist, ist dein und gehört allen, die in Not sind. Etwas zu „verlieren“, selbst wenn es das eigene Leben wäre, um des anderen willen, ist der bevorzugte Weg, alles hundertfach wiederzufinden - sonst hätte der Herr Jesus uns belogen!


ZWEITE LESUNG

Aus dem ersten Brief des heiligen Apostels Johannes (1 Joh 5,1-6)
Geliebte, jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, stammt von Gott, und wer den liebt, der ihn gezeugt hat, liebt auch den, der von ihm gezeugt ist. Daran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben: wenn wir Gott lieben und seine Gebote befolgen. Denn darin besteht die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube. Wer sonst besiegt die Welt, außer dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist? Dieser ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist: Jesus Christus; nicht nur durch das Wasser, sondern durch das Wasser und das Blut. Und der Geist ist es, der Zeugnis ablegt: Der Geist ist die Wahrheit.

Kommentar zur zweiten Lesung

„Der Geist ist die Wahrheit.“ Jesus selbst verkündet: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“, und da der Sohn, der Vater und der Heilige Geist ein einziger Gott sind, kann man auch vom Geist alles sagen, was von Jesus gilt. In unserer Zeit scheint die Wahrheit eine seltene Ware zu sein: mafiöse Verschwörungen, unehrliche Bereicherung, wenn sie nicht mit Blut befleckt ist, Absprachen zwischen Angeklagten und Verteidigern, die schwören, „die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ zu sagen, in Wirklichkeit aber die personifizierte Lüge sind ... verteidigt von Menschen, denen offenbar nur daran gelegen ist, den Angeklagten auf Kosten der Wahrheit selbst freizubekommen. Allzu oft sind wir geschickt darin, Falsches zu behaupten. Schon Mose hatte nach der Befreiung des Volkes aus der ägyptischen Sklaverei mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Das Volk war noch immer Sklave der Lüge, der Unehrlichkeit, des Redens ohne Handeln und der falschen Zeugenaussage. Das achte Gebot ist völlig klar und lässt keinen Raum für Wenn und Aber: kein falsches Zeugnis geben, nicht falsch schwören. Der Heilige Geist befähigt uns zu Transparenz, zur „ganzen Wahrheit“ und sogar zum Martyrium, um in der Wahrheit zu sein.


EVANGELIUM DES TAGES

Aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 20,19-31)
Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: „Friede sei mit euch!“ Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Nach diesen Worten hauchte er sie an und sagte zu ihnen: „Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: „Wir haben den Herrn gesehen!“ Er entgegnete ihnen: „Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.“ Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: „Friede sei mit euch!“ Dann sagte er zu Thomas: „Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Thomas antwortete ihm: „Mein Herr und mein Gott!“ Jesus sagte zu ihm: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.

Kommentar zum Evangelium des Tages

„Wenn ich nicht sehe, glaube ich nicht.“ Wenn alle, die nach dem Ausspruch des Apostels leben, Thomas genannt werden müssten, hätten wir wohl eine unzählige Schar von Menschen, die diesen Namen trüge! Ich kenne zu viele Menschen, die ihren Glauben auf Wunder, auf ungewöhnliche und übernatürliche Ereignisse oder auf die „Madonna“ gründen, die in ebenso geheimnisvollen wie verdächtigen Lichtkränzen erscheint. Ich glaube, dass der Glaube vieler auf Wundergläubigkeit beruht, oft auf dem Ungewöhnlichen; wahrscheinlich vergessen wir, dass Jesus sich im wahrsten Sinne des Wortes berühren lässt: „Nehmt und esst ... nehmt und trinkt. Das bin ich!“ Selig sind diejenigen, die sich über die Gabe freuen, Jesus zu erkennen, den sie in der Eucharistie spürbar berühren dürfen. Es ist kein einfaches Geschenk - wie zum Geburtstag oder zu einem anderen Jahrestag -, sondern Jesus, der leiblich in uns eintritt und für unsere geistliche Nahrung zur wirklichen Speise wird. Wie viele Menschen, die an geistlicher Magersucht leiden, begegnen uns in unseren Kirchen, wie viele, die bei der Messe anwesend sind, aber nicht daran teilnehmen, indem sie zum Leib und Blut Christi hintreten. Diesen Leib sehen wir, und so nährt er unseren Glauben: Selig sind, die glauben, ohne zu sehen!


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Liturgie des Sonntags – 11. April 2021

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