liturgia della domenica 24 ottobre 2021

Editrice Shalom

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Autore: Editrice Shalom

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Sonntagsliturgie: 24. Oktober 2021

Wunder Jesu

Texte aus dem Messbüchlein „Auf dein Wort“ September-Oktober 2021

30. Sonntag im Jahreskreis (B)
2. Woche im Psalterium


ERSTE LESUNG

Aus dem Buch des Propheten Jeremia (Jer 31,7-9)
So spricht der Herr: „Jubelt Jakob voll Freude zu und jauchzt über das Haupt der Völker! Verkündet, lobt und sagt: Der Herr hat sein Volk gerettet, den Rest Israels! Siehe, ich bringe sie heim aus dem Nordland und sammle sie von den Enden der Erde, unter ihnen Blinde und Lahme, schwangere Frauen und Wöchnerinnen; als große Gemeinde kehren sie hierher zurück. Weinend kommen sie, und tröstend geleite ich sie. Ich führe sie an Wasserbäche, auf ebenem Weg, wo sie nicht straucheln; denn ich bin Israels Vater und Efraim ist mein Erstgeborener.“ Wort des Herrn.

Kommentar zur ersten Lesung

Das Volk Israel befindet sich im Exil in Babylon; es ist eine Zeit der Verzweiflung und der Tragödie. Der Herr verlässt seine Kinder nicht und tröstet sie durch den Propheten Jeremia. Sie sind Kinder ohne Hoffnung, doch ihnen werden Heil und Befreiung verheißen, denn „der Herr hat sein Volk gerettet, den Rest Israels“. Was ist der Beweggrund für diese Entscheidung Gottes? Hier ist er: „Denn ich bin Israels Vater.“ Gottes Entscheidungen werden von seiner väterlichen Liebe geleitet; es liegt in seinem Wesen, mit ewiger Liebe zu lieben, und jeder Gläubige ist persönlich Gegenstand dieser Liebe. Das erinnert uns daran, dass Gott uns nicht nur liebt, wenn er uns mit Gnaden überschüttet. Wenn das Leben uns nicht zulächelt, wenn es um uns herum dunkel ist, wenn wir uns innerlich leer fühlen, wenn negative Gedanken unseren Geist zerstören, wenn wir die Freude an seiner Gemeinschaft verloren haben, erinnert sich Gott ständig an uns und hört nicht auf, Erbarmen mit uns zu haben. Gott ist nicht wie unser irdischer Vater, er ist ein völlig und wesentlich anderer Vater! Er ist barmherzig und treu, geduldig, stets bereit zu helfen und zu retten.


ZWEITE LESUNG

Aus dem Hebräerbrief (Hebr 5,1-6)
Jeder Hohepriester wird aus den Menschen ausgewählt und für die Menschen eingesetzt, damit er vor Gott für sie eintritt, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen. Er ist fähig, für die Unwissenden und Irrenden Verständnis aufzubringen, da auch er mit Schwäche behaftet ist. Deshalb muss er auch für sich selbst wegen der Sünden Opfer darbringen, ebenso wie für das Volk. Und niemand nimmt sich selbst diese Würde, sondern er wird von Gott berufen, so wie Aaron. So hat auch Christus sich nicht selbst die Würde eines Hohenpriesters verliehen, sondern der, der zu ihm gesagt hat: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt“, hat sie ihm gegeben, wie es auch an anderer Stelle heißt: „Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.“ Wort des Herrn.

Kommentar zur zweiten Lesung

Wenn der Hohepriester die Menschen vor Gott vertritt, ist es offensichtlich, dass er einer von ihnen sein muss, auserwählt, um für die Sünden Opfer „darzubringen“, die Menschen vor Gott zu bringen und sie ihm näherzubringen. Der Hohepriester zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, angesichts der Unwissenheit und der Fehler der Menschen „Mitgefühl“ zu empfinden. Der Grund ist klar: Auch er erfährt Schwäche und Leid. Wie könnte er gegenüber denen, mit denen er das Elend teilt, nicht nachsichtig sein? Christus ist der vollkommene Hohepriester; sein Mitgefühl für uns ist eine wesentliche Eigenschaft für alle, die in ihm das Heil suchen. Doch Mitgefühl ist auch „unsere Angelegenheit“. Nach dem Beispiel Jesu wird auch von uns verlangt, mitfühlend zu sein: in unseren Gemeinschaften, in unseren Pfarrgemeinden, in unseren Jugendgruppen, wenn wir versuchen, den anderen zu verstehen und zu unterstützen, indem wir auf die Schwächsten achten, den Armen helfen und niemanden ausschließen, der nicht zu unserem gewöhnlichen Kreis gehört. „Nur das Herz verbindet und integriert. Verständnis ohne mitfühlendes Empfinden neigt dazu, zu spalten“ (Papst Franziskus).


EVANGELIUM DES TAGES

Aus dem Evangelium nach Markus (Mk 10,46-52)
In jener Zeit, als Jesus Jericho verließ, saß Bartimäus, der Sohn des Timäus, ein blinder Bettler, am Weg. Er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, und begann zu rufen: „Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!“ Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: „Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!“ Jesus blieb stehen und sagte: „Ruft ihn her!“ Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: „Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich.“ Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief zu Jesus. Und Jesus fragte ihn: „Was soll ich dir tun?“ Der Blinde antwortete: „Rabbuni, ich möchte wieder sehen können.“ Da sagte Jesus zu ihm: „Geh! Dein Glaube hat dich gerettet.“ Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen und er folgte Jesus auf seinem Weg. Wort des Herrn.

Kommentar zum Evangelium des Tages

Eine Bitte um Hilfe: „Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir.“ Wie viele würden auf den Schrei eines armen Blinden hören, der am Weg sitzt und bettelt? Wie viele ziehen es vor, den Kopf wegzudrehen, um nicht hinzusehen? Der Arme stört: Seine Bedürftigkeit stört, sein Geruch stört, seine armseligen Lumpen stören, sein Hilferuf stört; und so werden wir selbst zu Blinden, Tauben und Stummen, zu Menschen mit verschlossenem Herzen, die nicht auf Hilferufe zu antworten wissen. Inzwischen berühren uns nicht einmal mehr die großen menschlichen Tragödien, geschweige denn der Schrei eines Armen. Doch wenn der Schrei lauter wird: „Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir“, wird er zum Gebet. Und dieses Gebet wird von Jesus aufgenommen, der es vermag, mit seinem Herzen die Herzen der Menschen zu hören. „Ruft ihn her“, sagt Jesus. Mit diesem Wort spricht Jesus jeden von uns an: Familienangehörige, Freunde, Erzieher, Priester und Ordensschwestern, damit auch wir innehalten, uns sehen lassen, zu Nächsten werden und sagen können: „Hab Mut, steh auf.“ Der Glaube des Bartimäus sei unser Glaube; ein Glaube, der uns alles mit neuen Augen sehen lässt, mit Augen voller Licht wie die Augen Marias.


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Sonntagsliturgie: 24. Oktober 2021

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