liturgia della domenica 28 novembre 2021

Editrice Shalom

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Autore: Editrice Shalom

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Liturgie des Sonntags: 28. November 2021

Jesus Christus

Texte aus dem Messbuch „Auf dein Wort“ November-Dezember

1. Adventssonntag (C)
1. Woche im Jahreskreis


ERSTE LESUNG

Aus dem Buch des Propheten Jeremia (Jer 33,14-16)
Siehe, es werden Tage kommen - Spruch des Herrn -, in denen ich das Heilswort erfülle, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich für David einen gerechten Spross hervorbringen. Er wird Recht und Gerechtigkeit wirken im Land. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden, Jerusalem wird in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Der Herr ist unsere Gerechtigkeit. - Wort des Herrn.

Kommentar zur ersten Lesung

Gott ist treu und hält die Verheißungen, die er den Vätern gegeben hat. In der heutigen ersten Lesung erklingt eindringlich der Aufruf Jeremias, des feinfühligen und friedliebenden Propheten, der jedoch gesandt wurde, gegen alles und alle zu kämpfen; sein Aufruf fordert dazu auf, seine Hoffnung auf Gott und nicht auf den jeweils Mächtigen zu setzen. Dieses lichtvolle Wort erklingt im Herzen des Volkes, das sich im Exil befindet, weil es nicht verstanden hatte, in Gerechtigkeit zu leben und Gott seinen Platz als einzigen Herrn zu geben, sondern stattdessen bei den Götzen Sicherheit und Unterstützung gesucht hatte. Das Exil wird nicht das letzte Wort sein: Gott will sich durch eine neue und stärkere Verpflichtung an sein Volk binden. Er selbst wird die Gerechtigkeit seines Volkes sein: Jerusalem wird genannt werden: «Der Herr ist unsere Gerechtigkeit». Auch wir sollten die Illusion einer eigenen Gerechtigkeit aufgeben, die Illusion, uns selbst genügen zu können. Die Verheißung erfüllt sich in Jesus: Er ist wahrhaftig unsere Gerechtigkeit, und in ihm können wir vor den Vater treten, stark nicht durch eine eigene Gerechtigkeit, sondern durch seine. Die Adventszeit, die nun beginnt, soll für jeden von uns eine Zeit der Hoffnung sein, der theologischen Tugend, die Gott im Herzen dessen gegenwärtig macht, der ihn aufnimmt.


ZWEITE LESUNG

Aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher (1 Thess 3,12 - 4,2)
Brüder, der Herr lasse euch wachsen und einander und allen gegenüber immer reicher werden an Liebe, wie auch wir euch lieben; er lasse euer Herz fest und untadelig sein in der Heiligkeit vor Gott, unserem Vater, bei der Ankunft unseres Herrn Jesus mit allen seinen Heiligen. Im Übrigen, Brüder, bitten und ermahnen wir euch im Herrn Jesus: Ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben müsst, um Gott zu gefallen, und ihr lebt auch schon so; werdet darin noch vollkommener! Ihr wisst ja, welche Weisungen wir euch im Auftrag des Herrn Jesus gegeben haben. - Wort des Herrn.

Kommentar zur zweiten Lesung

Der eindringliche Aufruf des Paulus bezieht sich auf das zweite „Kommen“ des Herrn Jesus. Im Hinblick auf dieses Ereignis betet und bittet er die Thessalonicher, ihre Herzen in der Heiligkeit, die ihnen durch die Taufe geschenkt wurde, fest und untadelig zu machen. Heiligkeit ist das Leben Gottes, man könnte sagen: das, wodurch Gott Gott ist. Wir sind also aufgerufen, uns mit der Heiligkeit Gottes, mit seinem göttlichen Leben, zu bekleiden. Die christliche Moral wird nämlich nicht in erster Linie durch Normen geregelt, sondern durch die Person Jesu. «Am Anfang des Christseins - so erinnerte uns Benedikt XVI. in der Enzyklika Deus Caritas est - steht nicht ein ethischer Entschluss oder eine große Idee, sondern die Begegnung mit einem Ereignis, mit einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt» (1). Wir sind zur Heiligkeit berufen, um selbst «Söhne im Sohn, Bild und Gleichnis des Vaters» zu werden. Also: Machen wir uns auf den Weg! Das christliche Leben ist ein Weg der Nachfolge, um „Gott zu gefallen“. Denn wer liebt, versucht bekanntlich, dem Geliebten zu gefallen und das Wohlgefallen des Geliebten zu suchen: Auf diese Weise wird der Geliebte zum Leben dessen, der liebt, und beide werden eins.


EVANGELIUM DES TAGES

Aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 21,25-28.34-36)
In jener Zeit sagte Jesus zu seinen Jüngern: «Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe. Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren und dass jener Tag nicht plötzlich über euch hereinbricht, so wie man in eine Falle gerät; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt». - Wort des Herrn.

Kommentar zum Evangelium des Tages

Was bedeutet es für uns, auf den Herrn zu warten? Viele glauben, dass die Begegnung mit dem Herrn erst im Augenblick unseres Todes stattfindet. Doch der Herr kommt immer, er kommt jetzt und deshalb wird er auch morgen und in Ewigkeit kommen. Uns ist es gegeben, die ständige Überraschung der Begegnung mit dem Herrn zu erleben. Deshalb ist das Erste, was sich uns aufdrängt, die Wachsamkeit, das heißt eine lebendige Aufmerksamkeit für den Herrn. Wenn es wahr ist, dass der Herr immer kommt, kommt es doch oft zu keiner Begegnung, weil wir zerstreut leben und zulassen, dass die Dinge dieser Welt uns für die Begegnung mit ihm unempfänglich machen. Die nun beginnende Adventszeit kehrt wieder, um uns zu diesem Kommen des Herrn zu erziehen. Sie ist eine bedeutsame Zeit, weil sie uns lehrt, dem Herrn entgegenzugehen und dieses Verhalten dann an jedem Tag des Jahres zu leben. Das christliche Leben, das oft fälschlich als Verpflichtung zu bestimmten Taten verstanden wird, ist vor allem dieses Kommen Gottes in die Seele. Deshalb ist es wichtig, dass das Herz nicht beschwert wird und die Augen offen bleiben, damit wir vor den Dingen Gottes nicht einschlafen. Nehmen wir uns in diesem Advent vor, eine echte Übung der Sammlung zu leben, um die große Gegenwart aufzunehmen und zu bewahren.


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Liturgie des Sonntags: 28. November 2021

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