liturgia della domenica 3 agosto 2025

Editrice Shalom

Tempo di lettura: 4 min
Autore: Editrice Shalom

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Texte aus dem Messbuch „Sulla Tua Parola“, Juli-August 2025

18Sonntag im Jahreskreis (C)  – 2. Woche, ausgel.

Erste Lesung

Aus dem Buch Kohelet (Koh 1,2; 2,21-23)

Windhauch, Windhauch, sagt Kohelet, Windhauch, Windhauch: Alles ist Windhauch. Wer mit Weisheit, Wissen und Erfolg gearbeitet hat, muss seinen Anteil einem anderen überlassen, der sich überhaupt nicht darum bemüht hat. Auch das ist Windhauch und ein großes Übel. Denn welchen Gewinn hat der Mensch von all seiner Mühe und den Sorgen seines Herzens, mit denen er sich unter der Sonne abmüht? Alle seine Tage sind nur Schmerz und quälender Verdruss; nicht einmal nachts kommt sein Herz zur Ruhe. Auch das ist Windhauch!

Wort Gottes.

Kommentar zur ersten Lesung

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Pessimismus und Realismus. Kohelet, der auf den ersten Blick als das pessimistischste Buch der ganzen Bibel erscheint, ist in Wirklichkeit der konkreteste Ausdruck des Realismus, den man im Leben haben muss. Man muss nämlich wissen, dass nichts auf der Welt dem Menschen Ruhe und dauerhafte Freude schenken kann. Alles vergeht, auch das, was niemals zu enden scheint. Realismus bedeutet für dich daher vor allem Loslösung: Das setzt voraus, dass du fähig bist, unentgeltlich zu handeln, ohne etwas dafür erwarten zu müssen, im ruhigen Bewusstsein, dass nach dir andere kommen werden, die sich an deinem Wirken erfreuen können; das ist das Gesetz, das Gott in das Herz der Schöpfung eingeschrieben hat. Nimm es in Liebe und Hingabe an.

Zweite Lesung

Aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser (Kol 3,1-5.9-11)

Brüder und Schwestern, wenn ihr mit Christus auferstanden seid, dann strebt nach dem, was oben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt! Richtet euer Sinnen auf das, was oben ist, nicht auf das Irdische! Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. Darum tötet, was irdisch an euch ist: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist. Belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Taten abgelegt und den neuen Menschen angezogen, der nach dem Bild seines Schöpfers zur Erkenntnis erneuert wird. Da gibt es dann nicht mehr Griechen und Juden, Beschnittene und Unbeschnittene, Barbaren, Skythen, Sklaven, Freie, sondern Christus ist alles und in allen. 

Wort Gottes.


Kommentar zur zweiten Lesung

Um wirklich Jünger Jesu zu sein, muss man lernen, seine Botschaft im eigenen Leben zu verwirklichen. Dazu ist es jedoch notwendig, mutige Entscheidungen zu treffen, die uns in manchen Augenblicken einiges kosten können. Darauf weist der heilige Paulus hin, wenn er eine Formulierung verwendet, die uns auf den ersten Blick erschrecken könnte: das, was zur Erde gehört, abzutöten. Wenn wir den Text aufmerksam lesen, erkennen wir, dass die vom Apostel aufgezählten Werke an sich bereits todbringend sind. Wir sind es nur so sehr gewohnt, mit diesen Wirklichkeiten zu leben, dass wir nicht erkennen, wie viel freier und glücklicher wir wären, wenn wir uns von ihnen befreien würden. Daher darf man keine Angst haben, sich von jeder Form des Götzendienstes zu lösen, die in unserem Herzen gegenwärtig ist.

 

Evangelium

Aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 12,13-21)

In jener Zeit sagte jemand aus der Volksmenge zu Jesus: »Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.« Er erwiderte: »Mensch, wer hat mich zum Richter oder Vermittler über euch bestellt?« Und er sagte zu ihnen: »Gebt Acht und hütet euch vor jeder Habgier; denn selbst wenn jemand im Überfluss lebt, hängt sein Leben nicht von seinem Besitz ab.« Dann erzählte er ihnen ein Gleichnis: »Der Grundbesitz eines reichen Mannes hatte einen reichen Ertrag gebracht. Da überlegte er bei sich selbst: „Was soll ich tun? Ich habe keinen Platz, wohin ich meine Ernte einbringen kann. So will ich es machen“, sagte er: „Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich das ganze Getreide und meine Güter einlagern. Dann werde ich zu mir selbst sagen: Meine Seele, du hast viele Güter, die für viele Jahre reichen; ruh dich aus, iss und trink und sei fröhlich!“ Doch Gott sagte zu ihm: „Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann gehören, was du vorbereitet hast?“ So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist.«

Wort des Herrn.

Kommentar zum Evangelium

Es gibt Situationen, in denen Jesus zeigt, dass er sich auch um die praktischsten Aspekte des Lebens kümmert. Dennoch darf man sich nicht täuschen: Der Herr tut dies, weil er seinen Zeitgenossen und uns allen verständlich machen will, dass sich das Ewige vor allem in den alltäglichen Wirklichkeiten findet. Wehe uns jedoch, wenn wir ihn für unsere Interessen instrumentalisieren wollten, die wenig mit der Suche nach Gott zu tun haben. Darin verbirgt sich die Bitte des Mannes, der Jesus um sein Eingreifen bittet, damit zwischen ihm und seinem Bruder in der Frage der Erbteilung Gerechtigkeit geschaffen werde. Geld, auch ehrlich verdientes, kann in uns lange schlummernde Habgier wecken; einmal erwacht, kann sie uns gegenüber anderen gewalttätig und kompromisslos machen. Wache stets über dein Herz, damit dir nicht dasselbe widerfährt.



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