liturgia della domenica 4

Editrice Shalom

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Autore: Editrice Shalom

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Liturgie des Sonntags – 13. Dezember 2020

Sonntag, 13. Dezember

Heute, in der Mitte des Advents, erhalten wir eine Einladung zur Freude und zur Hoffnung: «Freut euch allezeit (…) dankt für alles» (1 Thess 5,16-17). Der Herr ist nahe! Gemeinsam mit dem Propheten Jesaja, gemeinsam mit Johannes dem Täufer, dem wir im Evangelium begegnen, gemeinsam mit Maria rufen auch wir aus: «Ich freue mich von Herzen über den Herrn».

Texte aus dem Messbuch „Auf dein Wort“ – November Dezember

3. Adventssonntag (B)
3. Woche im Psalter


ERSTE LESUNG

Aus dem Buch des Propheten Jesaja (Jes 61,1-2.10-11)

Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt; er hat mich gesandt, um den Armen die frohe Botschaft zu bringen, um die Wunden der gebrochenen Herzen zu verbinden, den Gefangenen die Freiheit auszurufen, den Gefesselten die Befreiung, ein Gnadenjahr des Herrn auszurufen. Von Herzen freue ich mich über den Herrn, meine Seele jubelt über meinen Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich mit einem Diadem schmückt und wie eine Braut ihren Schmuck anlegt. Denn wie die Erde ihre Pflanzen hervorbringt und ein Garten seine Saat sprießen lässt, so lässt Gott, der Herr, Gerechtigkeit sprießen und Lobpreis vor allen Völkern. – Wort des Herrn.

Kommentar zur ersten Lesung

Der Prophet Jesaja schenkt uns sofort den richtigen Ton, um diesen Adventssonntag zu besingen, der den Titel „Freut euch“ trägt: Gemeinsam mit dem Mann Gottes, gemeinsam mit Johannes dem Täufer, dem wir im Evangelium begegnen, können auch wir ausrufen: «Ich freue mich von Herzen über den Herrn». Die heutige erste Lesung stellt zu Beginn die Berufung, die Weihe und die Sendung des Propheten vor. Wer ist dieser Mann? Johannes der Täufer stellt im Evangelium klar, dass er es nicht ist, und weist auf einen anderen hin, der kommen soll: Jesus, den Christus. Diese Lesung lädt uns ein, darüber nachzudenken, dass jeder von uns schon vom Beginn seiner Existenz an ein Wunder ist und dass wir durch die Taufe vom Heiligen Geist dieses Charisma, diese prophetische Gabe, empfangen haben: Wir können die gute Nachricht des Evangeliums und unseres Lebens verkünden. Wir können diejenigen unterstützen, heilen und ermutigen, die nicht mehr zu lieben wissen; für die Befreiung von der Sünde in der ganzen Welt beten und dabei helfen; die Gegenwart des Herrn feierlich bekräftigen. All das scheint ein Traum zu sein, ist aber möglich, sofern wir mit Christus verbunden bleiben. Im vierten Kapitel des Lukasevangeliums wird er selbst diese Worte verwenden, um seine Sendung des Heils und der Freude zu erklären.


ZWEITE LESUNG

Aus dem ersten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Thessalonicher (1 Thess 5,16-24)
Brüder und Schwestern, freut euch allezeit, betet ohne Unterlass, dankt für alles: Denn das ist der Wille Gottes für euch in Christus Jesus. Löscht den Geist nicht aus! Verachtet prophetisches Reden nicht! Prüft alles und behaltet das Gute! Meidet das Böse in jeder Gestalt! Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. Gott, der euch beruft, ist treu; er wird es tun. – Wort des Herrn.

Kommentar zur zweiten Lesung

Der heilige Paulus stimmt mit heller Stimme eine frohe Melodie an, die sich in den feierlichen Gesang der Freude einfügt, den Jesaja in der ersten Lesung angestimmt hat. «Freut euch allezeit», sagt der Apostel. Fragen wir uns also: Welche Art von Freude und Gelassenheit erlebt der Christ? Der Jünger Jesu ist nicht wie jene vermeintlich Weisen, die sich von der Welt und den menschlichen Leiden absondern, um nur in sich selbst und in denjenigen, die ähnlich denken wie sie, eine Gleichgültigkeit zu finden, die sie über alle anderen erhebt: als wollten sie sagen: «Auch wenn die Welt sich abmüht und seufzt, ziehe ich mich in meine kleine Schale zurück und fühle mich dort wohl.» Wer dem Herrn folgt, versucht auch nicht, sein Glück in tausend Vergnügungen zu finden, die nur nach Verlorenheit, Flucht und dem leichten Verlust der eigenen Würde schmecken. Der Christ, der versucht, seinen Glauben authentisch zu leben, entfernt sich nicht von den Leiden der Welt, weder von den nahen noch von den fernen. Im Gegenteil: Er nähert sich ihnen und bringt eine frohe Hoffnung mit sich: Der Herr führt die Geschichte, auch durch die schwierigsten und scheinbar unsinnigsten Wendungen und Wunden, denen wir auf unserem Weg begegnen. Das gilt heute ebenso wie zur Zeit Christi, unseres Herrn.


EVANGELIUM DES TAGES

Aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 1,6-8.19-28)
Ein Mensch trat auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: «Wer bist du?» Er bekannte und leugnete nicht; er bekannte: «Ich bin nicht der Christus.» Sie fragten ihn: «Wer bist du dann? Bist du Elija?» Er sagte: «Ich bin es nicht.» «Bist du der Prophet?» Er antwortete: «Nein.» Da fragten sie ihn: «Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Antwort geben. Was sagst du über dich selbst?» Er sagte: «Ich bin die Stimme eines Rufers in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.» Die Abgesandten gehörten zu den Pharisäern. Sie fragten Johannes: «Warum taufst du dann, wenn du nicht der Christus bist, nicht Elija und nicht der Prophet?» Er antwortete ihnen: «Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin nicht würdig, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.» Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte. – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Kommentar zum Evangelium des Tages

Es scheint, dass das Wort «Zeugnis» der Schlüssel zum tieferen Verständnis dieser Evangelienstelle sein kann. Im Altgriechischen wird für «Zeuge» das Wort «Märtyrer» verwendet: jemand, der der Wahrheit und der Begegnung mit Christus treu bleibt, bis hin zur Hingabe seines Lebens aus Liebe. Wenn dieser Sonntag der Freude gewidmet ist, wie kann dann so offen von Tod und scheinbarem Misserfolg die Rede sein? Die Erklärung liegt in der Gestalt Johannes des Täufers. Er ist noch nicht das Licht der Freude, doch seine Berufung und Sendung bestehen gerade darin, auf das wahre Licht hinzuweisen, das nicht untergeht. Er war ein authentischer Zeuge dessen, der kommen sollte und im Begriff war, im Volk Gottes öffentlich aufzutreten. Johannes der Täufer nimmt daher eine ganz besondere Stellung ein: Einerseits geht er Jesus mit seinem eindringlichen Aufruf zur Umkehr voraus, andererseits ist er der Letzte unter denen, die den Erlöser angekündigt haben, indem er ihn anschließend in der Szene der Taufe der Welt vorstellt. Auch wir sind wie Johannes der Täufer dazu berufen, Zeugnis für unseren Glauben abzulegen. Zeugen, auch stille, aber wirksame Zeugen der gelebten und deshalb geteilten Freude.


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Liturgie des Sonntags – 13. Dezember 2020

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