liturgia della domenica 5 marzo 2023

Editrice Shalom

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Autore: Editrice Shalom

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Sonntagsliturgie: 5. März 2023

Dreifaltigkeit

Texte aus dem Messbüchlein „Auf dein Wort“ März-April 2023

2. Fastensonntag (A)
2. Woche, Psalter


ERSTE LESUNG

Aus dem Buch Genesis (Gen 12,1-4a)
In jenen Tagen sprach der Herr zu Abram: „Zieh weg aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen; ein Segen sollst du sein. Ich werde segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den werde ich verwünschen. Durch dich sollen alle Sippen der Erde Segen erlangen.“ Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte. – Wort des lebendigen Gottes.

Kommentar zur ersten Lesung

Nach dem Bund, den Gott mit Noach geschlossen und in dem er seine Treue zur Schöpfung geschworen hat, verhalten sich die Menschen erneut schlecht. Doch Gott sucht weiterhin die Gemeinschaft mit ihnen: Auf die Zerstreuung von Babel folgt die Berufung Abrahams, der bezeichnenderweise dazu berufen ist, jede soziale und familiäre Bindung zu lösen, um den Wegen des Herrn bedingungslos folgen zu können. Auf Gottes Gebot – „Zieh weg aus deinem Land“ – folgt eine überreiche Verheißung des Segens, die nicht nur seine Nachkommen betrifft, sondern auch all jene, die die Geschichte des Heils annehmen. Auf Gottes Gebot folgt Abrahams Gehorsam; er überlässt sich selbst und sein Schicksal Gott. Im Vertrauen auf ihn bricht er auf sein Wort hin auf. In diesem Aufbruch erkennen nicht nur Israel, sondern alle Kinder der Verheißung das Urbild der späteren Aufbrüche, die der Herr von den Seinen verlangt: den Exodus, die Rückkehr aus Babylon, die Nachfolge der Jünger, das Bemühen, in dieser Welt als Fremde und Pilger zu leben. Abrahams glaubender Gehorsam bleibt für alle das Vorbild für die Antwort auf ihre eigene Berufung.


ZWEITE LESUNG

Aus dem zweiten Brief des heiligen Apostels Paulus an Timotheus (2 Tim 1,8b-10)
Mein Sohn, leide mit mir für das Evangelium in der Kraft Gottes! Er hat uns gerettet und uns mit einer heiligen Berufung gerufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern nach seinem Ratschluss und seiner Gnade. Sie wurde uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt, jetzt aber wurde sie offenbart durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus. Er hat den Tod vernichtet und durch das Evangelium Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht. – Wort des lebendigen Gottes.

Kommentar zur zweiten Lesung

Aus Rom, wo Paulus wie ein gewöhnlicher Verbrecher im Gefängnis sitzt, richtet er an seinen geliebten Jünger Timotheus einen eindringlichen Appell, der den Ton einer letzten Botschaft trägt. Zur körperlichen Gefangenschaft ist seelisches Leid hinzugekommen; dennoch darf dies für seinen geistlichen Sohn kein Grund für Scham oder Entmutigung sein. Im Gegenteil: Gerade jetzt ist es an der Zeit, die durch die Handauflegung empfangene Gnadengabe neu zu entfachen und aus ihr jenen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit zu schöpfen, der es ermöglicht, die Stunde der Prüfung siegreich zu bestehen. Es ist unvermeidlich, dass die Jünger Christi um des Glaubens willen leiden müssen, doch sie sind in der Verfolgung nicht allein: Die Gnade Gottes trägt im Zeugnis und lässt auch die menschliche Schwäche zum Heil beitragen. Paulus bringt im kurzen Schlussvers den Kern der Glaubensverkündigung zum Ausdruck: die Menschwerdung, den Tod und die Auferstehung des Erlösers. Er hat uns einen Weg zum Licht eröffnet, indem er den Tod besiegte: Auf seinen Spuren – und auf den Spuren der Heiligen – können auch Timotheus und ebenso alle Christen dem Leiden für das Evangelium im Glauben und in der Liebe begegnen.


EVANGELIUM DES TAGES

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 17,1-9)
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Da ergriff Petrus das Wort und sagte zu Jesus: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.“ Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten über sie, und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.“ Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: „Steht auf und fürchtet euch nicht!“ Und als sie aufblickten, sahen sie nur Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: „Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.“ – Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Kommentar zum Evangelium des Tages

In der Fastenzeit sind wir aufgerufen, nach oben zu steigen, um über unsere Grenzen hinauszusehen, mit der Mühe, jene Angst zu überwinden, die unsere schwierigsten Entscheidungen blockiert. Nur so können wir über die engen Horizonte hinausblicken, innerhalb derer wir alles und jeden nach unseren starren Denkmustern organisiert und geordnet haben. Aber folgt die Liebe überhaupt einer Logik? Wenn wir mit Jesus hinaufsteigen wollen, müssen wir fähig sein, aus den Wolken aufzutauchen, die uns daran hindern, wirklich zu sehen, was jenseits dieser persönlichen Skyline, die wir uns geschaffen haben, schön und wahr ist. Doch um darüber hinauszusehen, brauchen wir das Licht Gottes, das allein alle dunklen Winkel unserer Seele erreichen kann, in denen wir unsere Verletzlichkeit verborgen haben. Nachdem wir oben gewesen sind und über uns hinausgesehen haben, müssen wir fähig sein, dasselbe Licht im Gesicht des anderen wiederzufinden. Ich glaube, die schönste Erfahrung der Verklärung, die wir machen können, besteht gerade darin, unseren Glauben in eine konkrete Erfahrung des Dienstes aus Liebe an den anderen zu verwandeln; andernfalls reduziert sich alles lediglich auf eine innige Beziehung zwischen uns und Gott, und das ist gewiss nicht das, was Jesus uns gelehrt hat.


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