liturgia della domenica 6 aprile

Editrice Shalom

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Autore: Editrice Shalom

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Sonntagsliturgie – 4. April 2021

Auferstehung Jesu

Ostertriduum – Auferstehung des Herrn
eigene Texte

Texte aus dem Messbuch „Sulla Tua Parola“ März-April 2021

Christus ist auferstanden, Halleluja. Das sollte die Botschaft sein, die jeder Christ durch das Zeugnis seines Lebens verkünden muss.
Seit dem Morgengrauen von Ostern erfüllt ein neuer Frühling der Hoffnung die Welt; von jenem Tag an hat unsere Auferstehung bereits begonnen: Jesus ist nicht auferstanden, damit seine Erinnerung im Herzen seiner Jünger lebendig bleibt, sondern damit er selbst in uns lebt und wir in ihm bereits die Freude des ewigen Lebens kosten können.
Der heilige Augustinus sagt: „Die Auferstehung des Herrn ist unsere Hoffnung.“ Der Tod hat nicht das letzte Wort, denn am Ende triumphiert das Leben. Jesus Christus, gekreuzigt und begraben, ist mit seinem verherrlichten Leib auferstanden. Seine Auferstehung betrifft auch uns, denn wenn wir an ihn glauben, können wir das ewige Leben haben. Frohe Ostern!


ERSTE LESUNG

Aus der Apostelgeschichte (Apg 10,34a.37-43)
In jenen Tagen ergriff Petrus das Wort und sagte: „Ihr wisst, was im ganzen Gebiet von Judäa geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazaret mit dem Heiligen Geist und mit Kraft gesalbt hat, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen für alles, was er im Gebiet der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie an den Pfahl gehängt und getötet. Aber Gott hat ihn am dritten Tag auferweckt und hat ihn erscheinen lassen, zwar nicht dem ganzen Volk, wohl aber den von Gott vorherbestimmten Zeugen: uns, die wir mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben. Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkünden und zu bezeugen: Er ist der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten. Von ihm bezeugen alle Propheten: Jeder, der an ihn glaubt, empfängt durch seinen Namen die Vergebung der Sünden.“

Kommentar zur ersten Lesung

„Gott hat ihn am dritten Tag auferweckt“: Das ist das Herz von Ostern, die Auferstehung Jesu, die jeden von uns verwandelt und die Ewigkeit Gottes in uns und unter uns möglich macht. Was ist das Besondere an der Auferstehung Jesu? Was ist der Unterschied zu den vielen Auferweckungen, die er selbst während seines irdischen Lebens bewirkt hat? Jesus Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch; seine Auferstehung trägt die ganze Göttlichkeit und Menschlichkeit in sich. Wie sehr würde sich unser Leben verändern, wenn wir uns bewusst machten, Kinder des auferstandenen Gottes zu sein. Die Viae Crucis würden sich in Viae Lucis von außergewöhnlicher Prägung verwandeln und vervielfachen. Vom Leiden zum Licht der Auferstehung. Der auferstandene Jesus lebt nicht in der Vergangenheit; er ist auch heute lebendig und schenkt Leben. Die Auferstehung nimmt jede unserer Tränen und jeden Tropfen Mühe, dessen Sinn wir vielleicht jetzt noch nicht erkennen, auf und erhebt sie zum Himmel. Die Auferstehung beseitigt jeden Zweifel an einer krankhaften Bindung an den Schmerz: Nicht der Schmerz hat das letzte Wort; er kann schrecklich, zerreißend und erschütternd sein … aber er ist immer ein Übergang zur Auferstehung.


ZWEITE LESUNG

Aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser (Kol 3,1-4)
Brüder und Schwestern, wenn ihr mit Christus auferweckt seid, dann richtet euer Sinnen auf das, was oben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt. Richtet euer Sinnen auf das, was oben ist, nicht auf das Irdische! Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.

Oder:
Aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (1 Kor 5,6b-8)
Brüder und Schwestern, wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid; ihr seid ja schon ungesäuertes Brot. Denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden. Wir wollen also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.

Kommentar zur zweiten Lesung

„Brüder und Schwestern, wenn ihr mit Christus auferweckt seid, dann richtet euer Sinnen auf das, was oben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt“: Mit Christus auferweckt, sind wir dazu berufen, uns nicht bei den irdischen Interessen aufzuhalten. Was suchen wir als Christen? Wohlstand, Erfolg, ein sorgenfreies Leben … oder die Verwirklichung des Willens Gottes? Letzterer führt mich zu den höchsten Gipfeln. Bis vor nicht allzu vielen Jahren stellte auch ich mir Gott als einen sehr hohen Berg und den geistlichen Weg als einen Aufstieg vor. Was wäre, wenn wir nicht unsere Anstrengung, unsere Mühe und unser stolzes Voranschreiten in den Vordergrund stellten, sondern vielmehr das Empfangen von Gott? Daher schlage ich, mit einem vielleicht etwas ungewöhnlichen Bild, die Metapher eines Wasserfalls vor. Jeder möge ein Gefäß mitbringen und sich unter die Gabe des Auferstandenen stellen: vom kleinsten Fingerhut über das Glas und den Krug bis hin zu einem Fass; jedes Gefäß wird überfließen und Freude im Himmel und auf der Erde schenken.

Oder:
„Als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden. Wir wollen also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.“ Der heilige Paulus wendet sich an Christen, die sich „vor Stolz aufblähen“, während sie in einem Zustand schwerer Sünde leben. Er behauptet sogar, dass bestimmte Haltungen und Verhaltensweisen nicht einmal bei den Heiden anzutreffen sind. Dennoch leben diese Jünger friedlich und selbstzufrieden, ohne ihre eigenen Verfehlungen überhaupt zu berücksichtigen. Auch wir haben den Weg von einer verbreiteten katholisch-christlichen Religiosität zurückgelegt, die sich in der Familie, von Generation zu Generation, recht leicht weitergab … bis zur heutigen Situation. Von einer Haltung, die an Pflicht und Angst grenzen konnte, zu einer Haltung, die eine Freiheit „verherrlicht“, die absolut keine Grenzen kennt: Beide sind falsch. In der jüdischen Tradition werden die Gebote als Hecken betrachtet, die den Menschen vor dem Bösen schützen, das in den Menschen eindringen möchte: Der alte Sauerteig besteht also in der Sünde, auch in uns. Lassen wir zu, dass über unseren Widerstand dagegen, uns in Wahrheit wirklich lieben zu lassen, die Neuheit des auferstandenen Christus siegt.


EVANGELIUM DES TAGES

Aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 20,1-9)
Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: „Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben!“ Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab. Sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse.

Anstelle dieses Evangeliums kann das in der Osternacht verkündete Evangelium verwendet werden. Wo die Abendmesse gefeiert wird, kann das folgende Evangelium verkündet werden:


Aus dem Evangelium nach Lukas (Lk 24,13-35)
Und siehe, am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist, und sie redeten miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: „Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet?“ Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen - er hieß Kleopas - antwortete ihm: „Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist?“ Er fragte sie: „Was denn?“ Sie antworteten ihm: „Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.“ Da sagte er zu ihnen: „Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen?“ Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: „Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt.“ Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn; doch er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: „Brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Weg mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?“ Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Dort fanden sie die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: „Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen.“ Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Kommentar zum Evangelium des Tages

„Da ging auch der andere Jünger hinein, der als Erster an das Grab gekommen war; er sah und glaubte.“ Er sah und glaubte. Johannes erkennt mit Demut und Aufrichtigkeit an, dass er bis dahin, obwohl er der geliebte Jünger war, nicht wirklich geglaubt und nicht bis ins Letzte verstanden hatte. Vielleicht geht es nicht darum, viele leere Gräber zu finden, sondern sie mit Glauben zu betrachten. Worauf richtet sich unser Blick? Worauf gründet unser Glaube? Nachdem Jesus auferstanden ist, haben wir jeden Tag die Möglichkeit, ihm zu begegnen und ihn zu erkennen. Sind wir dazu bereit? Er sah die gefeierte Eucharistie und glaubte. Er sah die Versöhnung und die geschenkte Vergebung und glaubte. Er sah genau jene Tat der Nächstenliebe und glaubte. Was bedeutet es - christlich gesehen -, zu sehen und zu glauben? Denken wir über unseren Blick nach: Von welcher Art ist er? Nimmt er die Menschen an, schätzt er sie und respektiert er sie, oder reduziert er sie auf einen materiellen Gegenstand? Und unser Glaube? Wird er jeden Tag durch die Sakramente, das Gebet und die Nächstenliebe erneuert … oder ist er vielleicht noch immer bei den Glaubensvorstellungen eines Kindes stehen geblieben? Ja, ein Kind hat weit mehr Glauben als wir Erwachsenen, aber diese Tatsache darf für uns, die wir jung oder erwachsen sind, nicht zu einer Ausrede für Trägheit werden. Der geliebte Jünger musste sich das Glauben erarbeiten und wuchs im Glauben. Und wir?


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Sonntagsliturgie – 4. April 2021

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