Wer kennt Nek nicht: einen erfolgreichen Singer-Songwriter, der mehrfach auf der Bühne des Sanremo-Festivals stand. Es mag seltsam erscheinen, dass sein Name mit Schwäche, Zerbrechlichkeit und Dunkelheit verbunden wird, und doch war gerade er es, der die Kraft und den Mut hatte, sich zu öffnen und in diesen Worten von sich zu erzählen, als er in der Sendung Le Iene zu Gast war.
In einem Monolog blickte er auf sein Leben mit all seinen Licht- und Schattenseiten zurück, um schließlich eine tiefgreifende Botschaft der Hoffnung zu vermitteln: „Es ist nicht leicht, aber wenn wir lernen, auch die schlimmen Dinge anzunehmen, können sie sich in Chancen auf einen Neuanfang verwandeln.“
Seine künstlerische Laufbahn beginnt offiziell 1993, als er mit dem Lied In te beim Festival von Sanremo auftritt: ein mutiges Lied, in dem er das heikle Thema eines gerade begonnenen Lebens und der Notwendigkeit, es zu schützen, behandelt. „Dieses Lied wurde beschuldigt, gegen Abtreibung zu sein, und noch vor meinem Auftritt regelrecht zerrissen. Ich betrat die Bühne, aber meine Stimme versagte. Ich wollte verschwinden. An diesem Abend entdeckte ich zum ersten Mal einen Mut, von dem ich nicht geglaubt hatte, dass ich ihn besaß und der mich in meiner Karriere und meinem Leben begleiten sollte.“

Inzwischen führt das Leben ihn mit seiner Frau Patrizia Vacondio zusammen, und seine beiden Töchter werden geboren. Auch der Weg der Ehe ist ein Weg voller Licht und Schatten, wird jedoch durch die Begegnung mit der Gemeinschaft Nuovi Orizzonti getragen, die das Paar auf einem Glaubensweg begleitet.
Und mit diesem Glauben, mit diesem „neuen Herzen“, vertraut Nek auch von einem weiteren überwundenen dunklen Moment, den er mit dem „Mut zur Schwäche“ bewältigt hat: „Jahre später, als mein Vater starb, konfrontierte mich der Schmerz mit einer großen Wahrheit: Ich würde nie wieder derselbe Mensch sein. Auch bei dieser Gelegenheit half mir der Mut, aber ein anderer Mut: der Mut zur Schwäche. Der Mut, die Veränderung anzunehmen. Ich habe seine Abwesenheit in Gegenwart verwandelt, und jeden Tag finde ich meinen Vater in den Pflanzen seines Gartens, im Duft seines Waldes und im Lambrusco wieder, den ich mit Freunden trinke.“
Die „Lektion“ des mit Hoffnung bewältigten Schmerzes lässt ihn nicht los: „Das ist auch vor zwei Jahren passiert, als ich mir mit der Kreissäge die Hand aufgerissen habe. Die Hand ist für einen Musiker alles: Was wäre ich ohne die Musik gewesen? Nach der anfänglichen Verzweiflung nahm ich meinen verbliebenen Mut zusammen: Ich akzeptierte, dass es vielleicht einen neuen Filippo geben würde, einen anderen. Ich vertraute darauf, dass sich im Dunkeln ein Licht entzünden könnte.“
Im Dunkeln kann man ein Licht entzünden – das ist die wertvolle Botschaft, die Nek aus seinen Lebenserfahrungen gewonnen hat. Es ist eine starke, wahrhaftige Botschaft, die Hoffnung sät … Nehmen wir sie mit!

