Erste Betrachtung der zweiten Fastenwoche
In der zweiten Fastenwoche lassen wir uns von den Betrachtungen von Pater Lorenzo Baldella herausfordern. Anregungen, die … uns nicht gleichgültig lassen können:
„Hier ist ein kleines Buch, das dir helfen wird zu beten, während du über das Leiden Jesu nachsinnst. Es ist klar, dass die Evangelisten bei der Wiedergabe der Berichte über das Leiden ihre eigenen, unterschiedlichen und einander ergänzenden Überlegungen durchscheinen lassen. In ihrer Spur haben wir versucht, die Ereignisse des Leidens und die darüber angestellten Überlegungen auf unsere Zeit und auf die Situationen zu beziehen, in denen der heutige Christ lebt.
Außerdem kann der Leser selbst unseren Überlegungen weitere hinzufügen.
„Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (Lk 22,19)
Lukas hat uns an den Auftrag Jesu erinnert, das Abendmahl zu wiederholen: „Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Aber aufgepasst! Das Abendmahl mit all seinem Inhalt wiederholen, das Abendmahl, das mit dem Kreuz eine Einheit bildet!
Wir können ein Dreieck zeichnen, dessen höchster Punkt das Kreuz ist: das letzte Abendmahl, das Kreuz, das Herrenmahl oder die Messe beziehungsweise die Messen, die die christliche Gemeinschaft jeden Sonntag in der Versammlung feiert.
„Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Das Gedächtnis ist keine bloße Erinnerung, sondern eine neue heilbringende Gegenwart Gottes in Jesus Christus. Wenn wir das Kreuz nicht als ein vergangenes, abgeschlossenes und vor 2000 Jahren dort auf Golgota beendetes Ereignis betrachten wollen und unsere Messen nicht als einen inhaltlich und bedeutungsmäßig leeren Ritus, dann müssen wir bekräftigen, dass uns der Inhalt des Kreuzes gerade im Ritus und durch den Ritus erreicht, der somit vom heilbringenden Geheimnis des Todes Jesu erfüllt ist.“
Wie erlebe ich die Messe? Spüre ich die heilbringende Gegenwart Jesu?
Ich erwarte dich morgen früh, um gemeinsam weiter darüber nachzudenken!

