In dieser Woche beginnt die Fastenzeit. Bemühen wir uns auf diesem Weg, als geliebte Kinder zu leben.
Papst Franziskus erinnert uns daran, dass „die Heiligkeit nicht unser Tun ist, sondern Gnade! Denn allein sind wir nicht fähig, den Staub zu entfernen, der unser Herz beschmutzt. Denn nur Jesus, der unser Herz kennt und liebt, kann es heilen. Die Fastenzeit ist eine Zeit der Heilung … Lassen wir uns lieben, um zu lieben; lassen wir uns aufrichten, um auf das Ziel, Ostern, zuzugehen. Wir werden die Freude haben zu entdecken, dass Gott uns aus unserer Asche auferweckt.“

DIENSTAG, 16. FEBRUAR
Heiliges Antlitz Jesu
In der Nacht zum 31. Mai 1938 sah die selige Mutter Pierina De Micheli, eine Ordensfrau der Töchter der Unbefleckten Empfängnis, während sie in Anbetung versunken war, die heiligste Jungfrau, die eine Medaille in der Hand hielt: Auf der einen Seite war das Bild des am Kreuz verstorbenen Antlitzes Jesu eingeprägt, umgeben von den biblischen Worten: „Lass dein Angesicht über uns leuchten, Herr“; auf der anderen Seite erschien eine strahlende Hostie, umgeben von der Anrufung: „Bleibe bei uns, Herr“. Die Jungfrau sagte: „Es ist ein Unterpfand der Liebe und der Barmherzigkeit, das Jesus der Welt in dieser Zeit der Sinnlichkeit und des Hasses gegen Gott und die Kirche schenken will … Teuflische Netze werden ausgespannt, um den Glauben aus den Herzen zu reißen … Ein göttliches Heilmittel ist notwendig. Und dieses Heilmittel ist das Heilige Antlitz Jesu.“ Sagen wir es einer orientierungslosen und immer durstigeren Welt nach Liebe!
Zur Vertiefung:
• Betet, betet, betet
• Die Verehrung des Heiligen Antlitzes Jesu

MITTWOCH, 17. FEBRUAR
Aschermittwoch
„Die Fastenzeit ist nicht die Zeit, den Menschen unnötigen Moralismus aufzubürden, sondern zu erkennen, dass unsere armselige Asche von Gott geliebt wird. Sie ist eine Zeit der Gnade, um den liebevollen Blick Gottes auf uns anzunehmen und so, unter diesem Blick, unser Leben zu ändern. Wir sind auf der Welt, um von der Asche zum Leben zu gehen. Lasst uns also nicht die Hoffnung zerstäuben und den Traum, den Gott von uns hat, nicht zu Asche werden lassen. Geben wir der Resignation nicht nach. Und du sagst: „Wie kann ich Vertrauen haben? Die Welt geht den Bach hinunter, die Angst breitet sich aus, es gibt so viel Bosheit, und die Gesellschaft entchristlicht sich …“. Glaubst du aber nicht, dass Gott unseren Staub in Herrlichkeit verwandeln kann? Die Asche, die wir auf unser Haupt empfangen, rüttelt an den Gedanken, die wir im Kopf haben. Sie erinnert uns daran, dass wir als Kinder Gottes nicht dafür leben können, dem vergänglichen Staub nachzujagen … Dafür sind wir nicht auf der Welt. Wir sind viel mehr wert und leben für viel mehr: um Gottes Traum zu verwirklichen, um zu lieben. Die Asche legt sich auf unsere Köpfe, damit in unseren Herzen das Feuer der Liebe entzündet wird. Denn wir sind Bürger des Himmels, und die Liebe zu Gott und zum Nächsten ist der Pass für den Himmel, unser Pass. Die irdischen Güter, die wir besitzen, werden uns nicht dienen; sie sind vergänglicher Staub. Doch die Liebe, die wir schenken - in der Familie, bei der Arbeit, in der Kirche, in der Welt - wird uns retten und für immer bleiben.“ Lassen wir uns von den Worten von Papst Franziskus angesprochen und leben wir diese Fastenzeit wirklich als eine Zeit der Gnade.
Zur Vertiefung:
• Niemand hat eine größere Liebe als diese
• Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus
• Beten wir das Allerheiligste Sakrament an. Bd. 2. Gebete für die Fastenzeit

DONNERSTAG, 18. FEBRUAR
Beginn der Novene zum heiligen Gabriel von der Schmerzhaften Mutter
Heute beginnen wir die Novene zum heiligen Gabriel von der Schmerzhaften Mutter, einem „bei den Jugendlichen beliebten Heiligen, die sich immer mehr von seinem von Einfachheit, Großzügigkeit, Begeisterung und Liebe zu den guten und schönen Dingen geprägten Leben faszinieren lassen“. Gabriel schrieb seinem Vater: „Mein Leben ist eine unaufhörliche Freude“, und sagte außerdem: „Dem Herrn zu dienen ist beglückend.“ Schauen wir auf sein Beispiel und rufen wir ihn vertrauensvoll an; besonders wollen wir alle unsere Jugendlichen seiner Fürsprache anvertrauen.
Zur Vertiefung:
• Der heilige Gabriel von der Schmerzhaften Mutter. Das Lächeln Gottes
• Betet, betet, betet

SAMSTAG, 20. FEBRUAR
Die heiligen Franziskus und Jacinta Marto
Franziskus und Jacinta waren 9 beziehungsweise 7 Jahre alt, als die Gottesmutter ihnen und ihrer Cousine Lucia erschien. Franziskus zog sich gern zum Beten zurück, um „Jesus zu trösten“; Jacinta dachte lange über die Ewigkeit der Hölle nach und brachte Opfer für die Bekehrung der Sünder dar. Franziskus starb am 4. April 1919 an der „Spanischen Grippe“. Jacinta erkrankte an derselben Krankheit, und die Gottesmutter kam am 20. Februar 1920, um sie zu sich zu holen, wie sie es versprochen hatte. Papst Franziskus erinnerte am Tag ihrer Heiligsprechung daran: „Als Vorbilder haben wir den heiligen Franziskus Marto und die heilige Jacinta vor Augen, die die Jungfrau Maria in das unermessliche Meer des Lichtes Gottes eingeführt und sie dazu geführt hat, Ihn anzubeten. Daraus schöpften sie die Kraft, Widrigkeiten und Leiden zu überwinden. Die göttliche Gegenwart wurde zu einem festen Bestandteil ihres Lebens, wie sich deutlich im beharrlichen Gebet für die Sünder und im ständigen Wunsch zeigt, bei dem ‚verborgenen Jesus‘ im Tabernakel zu bleiben.“ Vertiefen wir uns in die Geschichte der Hirtenkinder von Fatima und beten wir voll Vertrauen zu ihnen, damit sie für uns Fürsprache einlegen.
Zur Vertiefung:
• Die Erscheinungen von Fatima
• Die Erscheinungen von Fatima zwischen Geschichte und Staunen
„Lassen wir diese Zeit der Gnade nicht vergeblich verstreichen in der anmaßenden Illusion, wir selbst seien die Herren über den Zeitpunkt und die Art unserer Umkehr zu Ihm.“ Hören wir auf den Rat von Papst Franziskus, um den Weg durch die Fastenzeit intensiv zu leben; finden wir den Mut, Entscheidungen zu treffen, die wir schon lange aufschieben, finden wir den Mut zu lieben!
Einen guten Weg!
