santuario pontificio della santa casa di loreto

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Autore: Editrice Shalom

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Päpstliches Heiligtum vom Heiligen Haus von Loreto

Loreto

Ein heiliger Ort, den Johannes Paul II. als das «wahre marianische Herz der Christenheit» bezeichnete. Ziel von Pilgern und Kunstliebhabern.

In der prächtigen Stadt Loreto ist alles beeindruckend: die Atmosphäre des Friedens und der Ruhe, die man spürt, das Panorama, das sich vom Hügel aus bietet, auf dem sich das Heiligtum von Loreto befindet; ein einzigartiger Ausblick, in dem sich die Farben der Landschaft der Marken mit denen des Meeres vermischen und der Blick im Nu von der Schönheit der Riviera del Conero bis zu den Gipfeln des Sibillinischen Gebirges schweifen kann.

Doch Loreto verdankt seinen Ruhm dem Heiligtum, in dem das Heilige Haus der Jungfrau Maria aufbewahrt und verehrt wird und das seit Jahrhunderten zu den bedeutendsten Wallfahrtszielen der katholischen Welt gehört. Unter den Pilgern zählen sich etwa 200 Heilige und Selige sowie zahlreiche Päpste. Zu den bekanntesten gehören: Franz von Sales, Ludwig Maria Grignion de Montfort, Franz von Paola, Therese von Lisieux, Camilla Battista da Varano, Gianna Beretta Molla, Johannes XXIII., Johannes Paul II. und Papst Franziskus.

Das Heilige Haus: von Nazaret nach Loreto

Das Heilige Haus besteht aus drei Wänden, die nach der alten und maßgeblichen Überlieferung den vorderen Teil der Grotte von Nazaret gebildet haben sollen, in der die selige Jungfrau Maria geboren wurde, lebte und die Verkündigung des Engels Gabriel empfing. 
Die Grotte befindet sich noch heute im Inneren der Verkündigungsbasilika in Nazaret.
Eine fromme Überlieferung erzählt, dass die Übertragung des Heiligen Hauses von Nazaret nach Loreto das Werk der Engel gewesen sei.
Eine zweite historische Deutung hebt hervor, dass die Kreuzfahrer 1291 von den Muslimen aus dem Heiligen Land vertrieben wurden und einige Christen das Haus der Madonna vor der Zerstörung retteten, indem sie es zunächst ins alte Illyrien an einen Ort brachten, an den das Heiligtum von Tersatto erinnert. Anschließend wurde es in der Nacht vom 9. auf den 10. Dezember 1294 nach Recanati gebracht, zunächst in die Nähe des Hafens und dann auf einen Hügel, wo es noch heute aufbewahrt wird. Dokumente und archäologische Ausgrabungen haben die Hypothese bestätigt, dass die Wände des Heiligen Hauses auf einem Schiff nach Loreto gebracht wurden, auf Veranlassung der Adelsfamilie Angeli, die über Epirus herrschte.
Nach archäologischen Ausgrabungen und durchgeführten Studien stimmen die drei Wände perfekt mit dem Grundriss der Grotte von Nazaret überein. Außerdem stammen die Steine, aus denen sie erbaut ist, nicht aus dem Gebiet von Recanati, sondern entsprechen der Bautradition Palästinas zur Zeit Christi. Dies bezeugt die Echtheit der Reliquie.
Neben den drei ursprünglichen Wänden wurde in Loreto eine vierte errichtet, an der das heilige Bildnis der Lauretanischen Jungfrau angebracht ist. 

Die Basilika

Um diese armen Steinmauern zu schützen und die wachsende Schar der Pilger aufzunehmen, begannen 1469 auf Initiative von Papst Paul II. die Bauarbeiten für die Errichtung des prächtigen Heiligtums. 
Zu den wertvollsten Werken gehört die Marmorverkleidung, die die Wände des Heiligen Hauses umgibt. Sie wurde von Julius II. in Auftrag gegeben und nach einem Entwurf Bramantes (1507) ausgeführt; sie gilt als eines der größten bildhauerischen Meisterwerke der Renaissance.
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich große Künstler daran beteiligt, das Heiligtum zu verschönern. Die Basilika wurde 1587 mit der Errichtung der Fassade im spätmanieristischen Stil florentinischer Prägung durch Giovanni Boccalini, Giovan Battista Ghioldi und Lattanzio Ventura fertiggestellt. Den Außenbereich der Basilika schließen die im Jahr 1600 in der Gießerei von Recanati gegossenen Bronzetüren ab, die Episoden aus der Heilsgeschichte darstellen.



Die Statue der Madonna von Loreto

Ebenso eindrucksvoll ist die Geschichte des Bildnisses, das wir heute verehren und das die Dalmatik trägt. Ursprünglich war das in Loreto verehrte Bild keine Statue, sondern ein Gemälde auf einer Holztafel, das einigen Quellen zufolge vom heiligen Evangelisten Lukas angefertigt wurde. Es handelte sich praktisch um eine byzantinische Ikone. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Bild durch eine Tannenholzstatue ersetzt, die beim Brand von 1921 zerstört wurde. Papst Pius XI. ließ daraufhin eine weitere Statue schnitzen (aus Zedernholz aus den Vatikanischen Gärten), die dieselbe Farbgebung wie die vorherige erhielt.
Die Statue der Lauretanischen Jungfrau befindet sich im Inneren des Heiligen Hauses. Die gesamte Figur ist in den charakteristischen, reich verzierten Mantel (Dalmatik) gehüllt, aus dem nur ihr Kopf sowie der Kopf und die Hände des Kindes hervorschauen.



Sehenswertes in der Basilika

Nach dem Besuch des Heiligen Hauses hat das Heiligtum noch viel zu bieten!
Beim Blick nach oben kann man die prächtige Kuppel bewundern, ein Werk von Giuliano da Sangallo. Sie ist mit Fresken von Cesare Maccari geschmückt, auf denen sich der Zyklus der Lauretanischen Litaneien, die von Thronen, Herrschaften, Cherubim, Seraphim, Mächten und Fürstentümern umgebene Heiligste Dreifaltigkeit, die Erzengel Michael, Raphael und Gabriel sowie die Anrufungen Mariens als Königin erkennen lassen.
Die Chorkapelle, auch Deutsche Kapelle genannt, wurde von Ludovico Seitz mit Szenen aus dem Leben Marias freskiert, die den Hintergrund für das imposante hölzerne Chorgestühl bilden.
Die Sakristei von San Marco weist wunderschöne Fresken von Melozzo da Forlì auf.
In der Kapelle der Aufnahme Mariens, auch Amerikanische Kapelle genannt, sind hingegen Szenen aus der Luftfahrt dargestellt, vom ersten Flug des Ikarus bis zum ersten Schritt Neil Armstrongs auf dem Mond im Rahmen der Apollo-Mission.

Sehenswürdigkeiten in Loreto

Die Schönheiten des Heiligtums vom Heiligen Haus von Loreto beschränken sich jedoch nicht auf die Wohnung der Jungfrau. Schon die Ankunft auf der Piazza della Madonna, dem Platz vor der Basilika, verschlägt einem angesichts seiner Schönheit den Atem.
Und dann genügt ein Blick in die Umgebung:
Im Nordwesten ist der imposante Apostolische Palast zu sehen, der heute das Museum und die Pinakothek des Heiligen Hauses beherbergt. Das von einem majestätischen zweistöckigen Portikus geprägte Projekt dieses imposanten Gebäudes wurde vom päpstlichen Architekten Donato Bramante ausgearbeitet, der zwischen 1507 und 1509 eigens von Papst Julius II. nach Loreto entsandt wurde. Die Bauarbeiten wurden von Sansovino, anschließend von Antonio da Sangallo dem Jüngeren und im 16. Jahrhundert von Giovanni Boccalini geleitet. Abgeschlossen wurden sie von Luigi Vanvitelli.
Im Süden befindet sich der Palazzo Illirico, der 1556 an der Stelle der ersten Häuser in der Nähe des Heiligtums errichtet wurde, um die Jesuitenpatres zu beherbergen. Seine Bestimmung änderte sich zwischen 1572 und 1585, als Papst Gregor XIII. beschloss, ihn in ein Kolleg für Studenten umzuwandeln. Von diesem Zeitpunkt an beherbergte er sehr lange junge Studenten aus dem heutigen Dalmatien in Albanien (dem antiken Illyrien), wovon sich der Name des Palastes ableitet.
Den Platz prägen außerdem der von Carlo Maderno errichtete Brunnen aus dem 17. Jahrhundert und der von Vanvitelli entworfene Glockenturm mit seinen barocken Formen. Die Glockenstube beherbergt 9 Glocken, darunter die „Loreta“ (die größte, auch ihrem Gewicht nach: 7.300 kg!).
Auf dem Vorplatz der Kirche befindet sich außerdem die Statue von Sixtus V., dargestellt, wie er die Pilger begrüßt, die das Heilige Haus besuchen.


Das Heiligtum kennenlernen

Kontakte und Adressen
Piazza della Madonna, 1 
60025 Loreto (AN)
Tel. 071 9747213 (Empfangsbüro)

Zeiten der Heiligen Messen 
Sonntag: 7.00-8.30-10.00-11.30-17.00-19.00   
Montag bis Samstag: 7.00-8.30-10.00-11.00-17.00-18.30
Beichtgelegenheit täglich: von 8.00 bis 12.00 Uhr; von 15.00 bis 18.30 Uhr

Anreise das Heiligtum


Päpstliches Heiligtum vom Heiligen Haus von Loreto

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