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Der September lädt uns ein, den Blick zum Himmel zu erheben. Nach der Sommerzeit, in der wir oft unser Tempo verlangsamen und uns Momente der Besinnung gönnen, kann die Rückkehr zum Alltag von einem tiefen Wunsch nach Licht, Schutz und Führung begleitet werden. In diesem Zusammenhang lädt uns die Kirche ein, über die Gegenwart der Engel nachzudenken – geistige Geschöpfe, die uns unaufdringlich und liebevoll begleiten.
Die Engel: Boten Gottes
Engel sind geistige Geschöpfe, die von Gott erschaffen wurden, um ihn anzubeten, ihm zu dienen und als seine Boten in der Welt zu wirken. Die Heilige Schrift stellt sie als Protagonisten entscheidender Momente in der Heilsgeschichte dar: Sie überbringen Botschaften, beschützen die Gerechten, bekämpfen das Böse, führen Reisende und trösten bedrückte Herzen.
Ihre Gegenwart ist unauffällig, aber kraftvoll. Sie drängen sich nicht auf und zeigen sich nicht lärmend, sondern wirken in der Stille, im Geheimnis, im Licht. Sie sind ein Zeichen für Gottes Nähe, für seine Fürsorge für jedes Geschöpf und für seinen Willen, uns auf unserem Lebensweg zu begleiten.
Der Ursprung der Verehrung der Engel
Die Verehrung der Engel hat in der christlichen Tradition uralte Wurzeln. Seit den ersten Jahrhunderten erkennt die Kirche in den Engeln geistige Geschöpfe, die als Werkzeuge der göttlichen Vorsehung wirken. Kirchenväter wie der heilige Augustinus und der heilige Basilius haben ausführlich über ihre Rolle geschrieben. Der heilige Thomas von Aquin bezeichnete sie als „reine Intelligenzen“ und „Diener der Vorsehung“ und betonte ihre Aufgabe, zu führen und zu beschützen.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Spiritualität der Engel durch Gebete, Andachtspraktiken und künstlerische Darstellungen bereichert. Engel wurden zu Weggefährten im christlichen Leben und zu Symbolen für Licht, Unterscheidungsvermögen und die Gegenwart Gottes.


