Andachten vom 22. bis 28. Februar 2021
«Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen» (Mt 16,18). Diese Worte Jesu an Petrus führen uns treffend in diese Woche ein, die mit dem Fest der Cathedra des heiligen Petrus beginnt und bei dem dem Herrn für die dem Apostel Petrus und all seinen Nachfolgern anvertraute Sendung gedankt wird.

MONTAG 22. FEBRUAR
Cathedra des heiligen Apostels Petrus
Betrachten wir die Bedeutung des heutigen Festes anhand der Worte von Papst Benedikt XVI.: «Die lateinische Liturgie feiert heute das Fest der Cathedra Petri. Es handelt sich um eine sehr alte Tradition, die in Rom seit dem 4. Jahrhundert bezeugt ist und mit der Gott für die dem Apostel Petrus und seinen Nachfolgern anvertraute Sendung gedankt wird. Die „Cathedra“ ist wörtlich der feste Sitz des Bischofs, der sich in der Mutterkirche einer Diözese befindet, die deshalb „Kathedrale“ genannt wird; sie ist das Symbol für die Autorität des Bischofs und insbesondere für sein „Lehramt“, das heißt für die Verkündigung des Evangeliums, die er als Nachfolger der Apostel zu bewahren und an die christliche Gemeinschaft weiterzugeben berufen ist. Wenn der Bischof von der ihm anvertrauten Teilkirche Besitz ergreift, setzt er sich mit Mitra und Hirtenstab auf die Cathedra. Von diesem Sitz aus wird er als Lehrer und Hirte den Weg der Gläubigen in Glaube, Hoffnung und Liebe führen. […] Das Fest der „Cathedra“ Petri zu feiern, wie wir es heute tun, bedeutet daher, ihm eine starke geistliche Bedeutung zuzuschreiben und darin ein bevorzugtes Zeichen der Liebe Gottes zu erkennen, des guten und ewigen Hirten, der seine ganze Kirche versammeln und sie auf dem Weg des Heils führen will. Unter den zahlreichen Zeugnissen der Kirchenväter möchte ich jenes des heiligen Hieronymus anführen, das einem Brief an den Bischof von Rom entstammt und besonders interessant ist, weil es ausdrücklich auf die „Cathedra“ Petri Bezug nimmt und sie als sicheren Ankerplatz der Wahrheit und des Friedens darstellt. Hieronymus schreibt: „Ich habe beschlossen, die Cathedra Petri zu befragen, wo sich jener Glaube findet, den der Mund eines Apostels gepriesen hat; ich komme nun, um dort Nahrung für meine Seele zu erbitten, wo ich einst das Gewand Christi empfing. Ich folge keinem anderen Vorrang als dem Christi; deshalb trete ich in Gemeinschaft mit deiner Seligkeit, das heißt mit der Cathedra Petri. Ich weiß, dass auf diesem Felsen die Kirche erbaut ist“ (Briefe I, 15, 1-2)» (Generalaudienz, 22. Februar 2006).
Zur Vertiefung:
• Mit lebendigem Wasser – Tagzeitenliturgie. Januar-Februar 2021
• Auf dein Wort hin – Messbuch. Januar-Februar 2021

SAMSTAG 27. FEBRUAR
Der heilige Gabriel von der Schmerzhaften Mutter
Francesco Possenti, 1838 in Assisi geboren, ist ein intelligenter, einfühlsamer, fröhlicher und eleganter junger Mann, der den Tanz liebt und Anteil am Leid anderer nimmt. Nach einer Reihe von Todesfällen in der Familie gerät er in eine tiefe existenzielle Krise. Diese Leere wird durch die Stimme der Mutter gefüllt: Am 22. August 1856, während der Prozession, als das Bildnis der Madonna des Doms an ihm vorübergetragen wird, erklingen in seinem Herzen deutlich die Worte: „Francesco, was tust du in der Welt? Folge deiner Berufung!“ Mit 18 Jahren tritt der Junge in das Noviziat der Passionisten in Morrovalle (Macerata) ein und nimmt den Namen Gabriel von der Schmerzhaften Mutter an. Damit trifft er eine radikale Entscheidung, wie sie für jemanden typisch ist, der liebt: Lange Gebetszeiten, häufiges Fasten und Bußübungen helfen ihm, seinen Geist in Gott versunken zu halten und die bescheidenen täglichen Aufgaben mit großer Liebe zu erfüllen: „Gott schaut nicht auf das Wie viel, sondern auf das Wie“, wiederholt er oft. „Mein Leben ist eine andauernde Freude“, schreibt er seinem Vater. Im Alter von 24 Jahren stirbt er an Tuberkulose, friedlich dem Willen Gottes ergeben und in den Armen Marias. Noch heute zieht der „Heilige des Lächelns“ Tausende junger Menschen zu seinem Heiligtum, das sich in Isola del Gran Sasso d’Italia in der Provinz Teramo befindet.
Zur Vertiefung:
• Das Lächeln Gottes. Der heilige Gabriel von der Schmerzhaften Mutter
Ich verabschiede mich von euch mit einem Satz des heiligen Johannes Paul II., der euch dabei begleiten soll, die Woche mit jener echten Freude zu leben, die der heilige Gabriel gefunden hatte: der Freude, für den Herrn zu leben: „Lasst euch nicht einfach leben, sondern nehmt euer Leben selbst in die Hand und entscheidet euch, daraus ein echtes und persönliches Meisterwerk zu machen!“ Wir sehen uns in den Kommentaren zum Beitrag!
Gute Reise!
