Die Fastenzeit ist eine Zeit der Gnade, eine einzigartige Gelegenheit, das Herz zu erneuern und auf Gott auszurichten. Doch wie können wir sie wirklich in ihrer ganzen Tiefe leben, ohne sie auf bloße formale Entbehrungen zu reduzieren?
Monsignore Bruno Forte, Erzbischof der Diözese Chieti-Vasto, nimmt uns an die Hand und führt uns in die Fastenzeit ein, um uns zu helfen, sie tiefer zu verstehen und mit einem erneuerten Geist zu leben.
Die Fastenzeit: eine Gelegenheit, die man nicht verpassen sollte
Jedes Jahr wird uns die Möglichkeit geboten, unseren Glauben neu zu entdecken. Doch wie oft lassen wir diese Gelegenheit verstreichen, ohne ihren Wert vollständig zu erfassen?
Die Fastenzeit ist eine Zeit der Umkehr, eine Reise, die uns zu Ostern führt, dem Herzen unseres Glaubens. Monsignore Forte betont, dass die Fastenzeit nicht nur eine Zeit des Opfers ist, sondern eine Gelegenheit zum geistlichen Wachstum, ein Weg, der konkrete Entscheidungen erfordert. Dazu gehört das Fasten – nicht als bloßer Verzicht auf Nahrung, sondern als Mittel, um sich von dem zu befreien, was die Seele belastet, und sich der Gnade Gottes zu öffnen.
Fasten, um Gott neu zu entdecken
Der Wert des Fastens wird in den großen monotheistischen Religionen anerkannt. Monsignore Forte beschreibt es als einen Akt der Demut, ein „Verneigen der Seele“ vor Gott. Sind wir uns jedoch wirklich bewusst, was Fasten bedeutet? Und wie können wir richtig fasten, ohne dass es zu einer bloßen Willensübung wird?
Das Buch „Briefe an das Volk Gottes“ bietet eine wertvolle Anleitung, um die wahre Bedeutung des Fastens zu verstehen und es in eine tiefgehende spirituelle Erfahrung zu verwandeln. Durch die Stimme von Monsignore Forte können wir lernen, dass Fasten nicht nur Verzicht, sondern ein Akt der Liebe ist – eine Übung, die uns hilft, unsere Abhängigkeit von Gott zu erkennen und unser Herz für andere zu öffnen.
Fasten und Teilen: ein authentischer Weg des Glaubens
Denn das Fasten ist nicht nur eine persönliche Erfahrung: Es ist untrennbar mit der Nächstenliebe verbunden. Bischof Bruno Forte erklärt uns, wie diese geistliche Geste uns dazu bewegt, „den Schmerz der Leidenden zu teilen und den Bedürftigen zu helfen, in der Solidarität der Kinder vor dem einen Vater“. Fasten bedeutet also, auf etwas zu verzichten, um sich anderen zu schenken, Raum für Teilen und Mitgefühl zu schaffen.
Wie können wir diese Dimension in unserem Alltag leben? In dem Buch „Briefe an das Volk Gottes“ führt uns Bischof Forte auf einen Weg, das Fasten als Mittel zu entdecken, sich dem Nächsten zu öffnen, und hilft uns zu verstehen, wie wir den Verzicht in eine Gelegenheit des Schenkens verwandeln können.
Von den Logiken der Macht fasten
Wir leben in einer Welt, die von Effizienz, Macht und äußerem Schein beherrscht wird. Und doch lädt uns die Fastenzeit zu einer vollständigen Umkehr ein: von den Logiken der Herrschaft und des Erfolgs zu fasten, um in die Logik der Liebe und des Dienens einzutreten.
Bischof Forte regt zu einer tiefgehenden Betrachtung an: Das Fasten ist nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Es bedeutet, sich von zu vielen Worten, dem Wunsch nach Kontrolle und der ständigen Suche nach äußerer Bestätigung zu befreien. Es ist eine Erfahrung des Wartens und der Hoffnung, eine Möglichkeit, das Herz darin zu üben, sich mehr als alles andere nach Gott zu sehnen.
Doch wie praktiziert man dieses innere Fasten? Wie kann man schweigen, um Gott zuzuhören? Bischof Forte bietet uns eine wertvolle Anleitung, um zu lernen, diese Dimension der Fastenzeit konkret zu leben. In dem Buch „Briefe an das Volk Gottes“ lädt er uns zu einem Weg ein, auf dem wir Gebet, Genügsamkeit und inneres Zuhören neu entdecken, damit das Wort Gottes in unserem Leben Raum gewinnen kann.
Entscheide dich in dieser Fastenzeit dafür, Gott Raum zu geben. Entdecke mit der Hilfe von Bischof Bruno Forte, wie du diesen Weg gehen kannst.
