ti regalero una rosa giornata mondiale della salute mentale

Editrice Shalom

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Autore: Editrice Shalom

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Ich schenke dir eine Rose. Welttag der psychischen Gesundheit

Psychische Gesundheit

«Ich heiße Antonio und bin verrückt
Ich wurde 54 geboren und lebe hier, seit ich ein Kind war
Ich glaubte, mit dem Teufel zu sprechen
So haben sie mich vierzig Jahre lang in einer Irrenanstalt eingesperrt
Ich schreibe dir diesen Brief, weil ich nicht sprechen kann
Verzeih die Handschrift aus der ersten Grundschulklasse
Und ich staune, wenn ich noch eine Emotion verspüre
Doch schuld ist die Hand, die nicht aufhört zu zittern
Ich bin wie ein Klavier mit einer kaputten Taste
Die dissonante Harmonie eines Orchesters von Betrunkenen
Und Tag und Nacht ähneln sich
Im spärlichen Licht, das die trüben Scheiben durchdringt
Ich mache immer noch in die Hose, weil ich Angst habe
Für die Gesellschaft der Gesunden waren wir immer Abschaum
Es riecht nach Pisse und Sägespänen
Das ist psychische Krankheit, und es gibt keine Heilung».

Diese zugleich harten und zarten Zeilen aus dem Lied von Simone Cristicchi, Ti regalerò una rosa, führen perfekt in das Thema und die Zielsetzung des Welttags der psychischen Gesundheit 2024 ein, der am kommenden 10. Oktober begangen wird.
Wie wir wissen, wird die psychische Gesundheit in unserer zunehmend vernetzten, aber immer isolierteren Welt zu einer immer drängenderen Notlage; einer Welt, in der wir ständig aktiv sind, die uns jedoch unmenschliche Rhythmen aufzwingt und ein extrem hohes Stressniveau verursacht.
Der Anteil der Menschen mit psychischen Störungen ist weltweit gestiegen; junge Menschen, die mit einem tiefen Gefühl der Leere und ohne starke Bezugspunkte aufwachsen, sind häufig davon betroffen mit verheerenden Auswirkungen auf Familie und Gesellschaft.

Stigmatisierung und Diskriminierung von psychischen Erkrankungen stellen weiterhin ein Hindernis für Inklusion und den Zugang zu angemessener Behandlung dar. Es ist jedoch erwiesen, dass mit den richtigen sozialen und institutionellen Strukturen die Prävention psychischer Störungen und das Wohlbefinden jedes Menschen auf der Welt erreichbare Ziele sind.

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Der Welttag der psychischen Gesundheit, der 1992 von der Weltföderation für psychische Gesundheit ins Leben gerufen und von der Weltgesundheitsorganisation anerkannt wurde, fördert das Bewusstsein und die mentale Abwehr gegen soziale Stigmatisierung. Das Bewusstsein für dieses Thema zu stärken, Initiativen in diesem Bereich möglichst zu koordinieren und auszurichten, ist das Ziel dieses Tages - in der Überzeugung, dass die Verringerung von Angst und psychischen Störungen sowie die Bekämpfung von Isolation und Ausgrenzung wichtig ist, um jenes Wohlbefinden zu bewahren, das unser wichtigstes Sozialkapital darstellt.
In diesem Jahr wird das 76. Jubiläum begangen, und das gewählte Thema lautet „Es ist an der Zeit, der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz Priorität einzuräumen“ (Es ist an der Zeit, der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz Priorität einzuräumen). Anlässlich des Welttags der psychischen Gesundheit werden auf Vorschlag und unter der Koordination der Italienischen Gesellschaft für Psychiatrie einige repräsentative Denkmäler und Gebäude in Italien grün beleuchtet.

Der heilige Johannes von Gott: „der Verrückte Gottes“

Die Gestalt des heiligen Johannes von Gott, des Gründers der Fatebenefratelli, steht diesem Tag sehr nahe: Sein Leben ist unstet und ungewiss, bis er nach Granada kommt und eine kleine Buchhandlung eröffnet. Eines Tages hört er den heiligen Johannes von Ávila öffentlich sprechen. Die Predigt erschüttert ihn, er wirft das Geschäft über den Haufen, geht barfuß und wiederholt zu allen: „Tut Gutes, Brüder, euch selbst zuliebe, aus Liebe zu Gott“. Sein Verhalten wird derart unkontrolliert, dass er für verrückt gehalten und in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen wird. Johannes erleidet grausame Misshandlungen in einer Zeit, in der psychisch Kranke brutal behandelt werden: Sie wurden entkleidet, an Händen und Füßen gefesselt und mit einer Geißel mit doppelter Schnur ausgepeitscht, in der Überzeugung, der Schmerz würde ihnen ihre Wildheit nehmen und eine Rückkehr zur „Normalität“ begünstigen.

Johannes erfährt dies an sich selbst und sieht, wie es auch an den anderen Patienten praktiziert wird, die er von Anfang an als seine Brüder empfindet. Er zögert nicht, sie zu verteidigen, die Pfleger wegen ihrer Nachlässigkeit zu tadeln und ihnen vorzuwerfen, Verräter ihrer eigenen Berufung zu sein, weil sie den Kranken durch Gewalt nicht das gaben, was sie zu ihrem Wohl gebraucht hätten.
Dennoch ist der Krankenhausaufenthalt für Johannes, unglaublich, aber wahr, ein wahrer Gnadenmoment, der es ihm schließlich ermöglicht, klar zu erkennen, wozu Gott ihn berufen hatte.
Als er entlassen wird, bleibt er von dieser grausamen Erfahrung gezeichnet, sodass er sein Leben der liebevollen Betreuung von Kranken, insbesondere psychisch Kranken, widmet und Krankenhäuser gründet, die nach dem Satz benannt werden, den er wiederholt, wenn er um Almosen für die Armen bittet: „Fatebenefratelli“.

Psychische Erkrankungen sind eine Realität, die nicht geleugnet, sondern mit den Mitteln wissenschaftlicher Kompetenz und Verständnis angegangen werden muss, indem wir uns alle darum bemühen, eine menschlichere Welt zu schaffen, die den anderen, seine Bedürfnisse und seine Nöte wahrnimmt.

Beten wir dafür und setzen wir uns dafür ein; auch wir können im Kleinen etwas bewirken!


Ich schenke dir eine Rose. Welttag der psychischen Gesundheit

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