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Kann man durch Leiden zum Glauben gelangen? Und unter welchen Bedingungen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, verwendet der Autor Pater Giorgio Maria Faré das Konzept der Liminalität, also des „Seins an der Schwelle“. Diese Untersuchung verfolgt einen transdisziplinären Ansatz und integriert Beiträge aus Disziplinen wie Psychologie und Philosophie. Die Anwendung der Liminalität beschränkt sich jedoch nicht auf das Individuum. Im zweiten Teil des Werkes wird die Liminalität als Instrument eingesetzt, um die Beziehung zwischen der Kirche und der Welt zu analysieren. Die Kirche steht im Gegensatz zur Welt: Während Letztere Erfüllung in der Macht sucht, lebt die Kirche in der Spannung des „Schon und Noch nicht“ und erwartet ihren Bräutigam.